Umstieg auf Ubuntu

Windows erfolgreich durch Ubuntu ersetzen.
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Upgrade nach Ubuntu 9.10

Thomas | 8. November 2009

Ein halbes Jahr ist vorüber und Ubuntu 9.10 wurde wie erwartet zur Verfügung gestellt. Mistrauisch wie ich bin, habe ich wie immer ein Backup erstellt. Eigentlich eine gute Sache, denn so habe ich wenigstens einen festen Rhythmus, in dem ich Backups erstelle. Ob das Release nun Karmic Koala heißt oder nicht, ist mir völlig schnuppe, ebenso ob sich der Boot-Screen jetzt wieder geändert hat, oder gleich geblieben ist.
Wichtig sind mir andere Dinge: das Update muss problemlos installiert werden können, installierte Anwendungen müssen weiterhin laufen und hoffentlich sind ein paar Bugs behoben oder es wurde irgendwo die Performance gesteigert. Nun, wurden meine Erwartungen erfüllt?
Zunächst meldet das Update, dass es die Paketquellen von Drittanbietern deaktiviert hat und dass ich diese nach der Installation wieder aktivieren kann. Schade eigentlich, dass es die Paketquellen nicht selbst wieder aktiviert. Die zweite Meldung besagte auf meinem System, dass der Support für einige Anwendungen eingestellt wurde, ich aber immer noch Support von der Community erhalten könnte. Die Anwendungen würden im nächsten Schritt gelöscht, wenn ich nicht “Universe” aktiviert hätte. Schade eigentlich, dass es an diesem Punkt noch nicht feststellen konnte, dass ich “Universe” aktiviert habe, dann hätte ich die Meldung gar nicht gezeigt bekommen müssen.
Um ca. 14 Uhr startete die Installation und sagte eine Dauer von 1 Stunde 30 Minuten voraus. Nach dem Download von 500 Dateien war die Prognose dann jedoch schon bei 2 Stunden. Offenbar kommt auch kein Downloadmanager zum Einsatz, der parallel mehrere Dateien herunterlädt. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum die Downloadrate immer wieder einbricht. Da kam mir der Besuch gerade Recht, um die Zeit zu überbrücken.
Nach dem Download wieder eine Nachfrage, welche die Installation ins Stocken brachte. Eine dreiviertel Stunde später die nächste. So kommt der Installations-Prozess immer wieder zum Erliegen, die Installation verschleppt sich über mehrere Stunden. Das macht Windows inzwischen besser: die Installation verläuft ohne weitere Nachfragen, die Einrichtung und Konfiguration erfolgt zum Schluss.
Abgesehen davon lässt sich die Installation nur von Experten erledigen – auch wenn ein Laie Ubuntu bedienen kann. Ich stelle mir immer wieder vor, meine Lebenspartnerin hätte das Update durchgeführt. Wie oft hätte sie wohl angerufen, um Ubuntu zu aktualisieren?
Nicht nur beim Download, auch bei der Installation könnte Ubuntu parallelisieren. Es ist gut zu erkennen, dass nur ein Prozessor ausgelastet ist. Ich nehme an, dass sich von einander unabhängige Pakete auch parallel installieren lassen.
Dann kam das typische Sorgenkind: Virtualbox. Mehrfach taucht die Fehlermeldung auf, dass es sich um ein Problem in der Anwendung handelt, die das D-Bus System verwendet. Im Moment kann ich nicht sagen, ob die Installation geklappt hat, jedenfalls musste ich nicht manuell eingreifen.
Wenig später räumt Ubuntu auf: 193 Pakete können gelöscht werden, was angeblich mehrere Stunden in Anspruch nehmen soll. Diese Schätzung stellte sich als extrem pessimistisch heraus, als nach fünf Minuten diese Operation schon beendet war.

Beim Neustart der erste Schock: alles ist schwarz-weiß. Das rot-orange-gelbe Ubuntu Logo glimmt in weiß vor sich hin, aber offensichtlich soll das so sein. Natürlich ist auch mein schöner Anmeldebildschirm weg, ersetzt vom Standard-Ubuntu Anmeldeschirm. Dass der Bildschirm beim Start weniger flackern soll, wie in c’t 24/2009 beschrieben, kann ich nicht nachvollziehen. Mindestens 4 Mal habe ich ein Flackern bemerkt.
Außerdem ist die Installation zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen: ich werde freundlich darauf hingewiesen, dass die Sprachunterstützung noch nicht vollständig ist. Um das nachzuholen brauche ich drei Mausklicks und die Eingabe des Passworts. Warum wurde das nicht schon während der eigentlichen Installation erledigt, frage ich mich.
Ansonsten sieht man dem neuen Ubuntu die Änderungen an. Es ist trist geworden im neuen Ubuntu. Der Hintergrund ist nicht mehr so fröhlich sandig-bunt wie früher und die aufhellenden orangen Titelleisten wurden durch braun ersetzt. Die Icons im System-Tray sind flach und grau und sehen ein bisschen nach Windows Vista aus. Glücklicherweise lässt sich das Erscheinungsbild auf den bisherigen Standard zurücksetzen.
Ein kurzer Rundumblick: Evolution funktioniert noch. Da sich in meinem Spam-Ordner bereits 6500 Emails angesammelt hatten, führte ich eine Lösch-Orgie wie damals durch und mit dem gleichen Ergebnis. Während des Löschvorgangs ist Evolution nicht bedienbar, mindestens eine CPU 100% ausgelastet, manchmal beide.
Auffällig sind die Änderungen im neuen Software-Center. Die Beschreibungen vieler Programme sind nur auf Englisch verfügbar und nach wie vor fehlt die Möglichkeit, bereits installierte Programme auszublenden. Die Bewertung von anderen Benutzern (Sterne) gibt es auch nicht mehr, oder?

Ich vergleiche mal mit dem Artikel aus c’t 24/2009. Schneller booten mit Upstart: mag sein, dass es ein paar Sekündchen weniger lang gedauert hat. Diese Sekunden verliert ein Anwender locker wieder, wenn er nicht besonders gut Englisch kann und die nicht übersetzten Programme bedienen muss.
Neue Software: auch hier ist alles beim Alten. OpenOffice von Sun erfordert für einen Bugreport über das Hilfe-Menü eine Registrierung, sendet allerhand Daten und der Empfänger ist nicht Sun sondern das Canonical Launchpad. Wo Sun draufsteht ist also Canonical drin. Wer meint, er könne über die Bug-Report-Webseite von Sun Fehler melden, irrt sich gewaltig.
Palimpsest: ja, nett, sieht gut aus, brauche ich aber nicht. Seit Installation von Ubuntu 7.10 habe ich die Festplattenaufteilung nicht geändert und ich hab auch nicht vor, das zu tun.
Ubuntu One: Ich kann nicht nachvollziehen, wer seine Daten immer im Internet speichern will. Jedenfalls springt Canonical hier wohl auch auf. Ich finde, meine Daten sind im Internet nicht sonderlich gut aufgehoben. Immer und überall wird von Daten- und Identitätsklau berichtet…
Aktueller Kernel: der dürfte interessant sein, wenn dadurch wirklich Suspend To RAM oder Suspend To Disk funktionieren. Auch die vorübergehenden Flacker-Effekte im laufenden Betrieb (nicht während des Bootens, s.o.) könnten vielleicht aufhören.

Ich weiß, dass bei Ubuntu Brainstorm viele Leute ihre Meinung geäußert haben. Natürlich in Englisch. Und dennoch haben viele gefordert, dass die Übersetzung besser wird. Davon ist nicht viel zu spüren – ähnlich übrigens wie bei Windows XP 64 Bit, das selbst nach Installation der Sprachpakete den Internet Explorer in Englisch anzeigt.

Was meine Erwartungen angeht: das Update ließ sich installieren, ein unbedarfter Nutzer benötigt aber Hilfe. Die installierten Anwendungen funktionieren noch, sogar Moneyplex, welches beim Umstieg auf 9.04 einige Probleme bereitete. Sowohl Suspend To Disk als auch Suspend To RAM funktionieren bei mir gut. Ich bin zufrieden.

Rosarot
Englisch
Erscheinungsbild
Palimpsest
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Installation, Laptop, Ubuntu 9.10 Desktop
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Backup, Community, Evolution, Karmic Koala, Support, Suspend, Ubuntu 9.10, Universe, Update, Upstart
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Verschicken/Abrufen deaktiviert

admin | 27. May 2009

Während des Abrufens von Emails ist ein “MAC is in a deep sleep” Problem aufgetreten, wodurch ich den Rechner neustarten musste, während Evolution noch lief. Nach dem Neustart konnte Evolution zwar wieder gestartet werden, jedoch ist seither der Button “Verschicken/Abrufen” deaktiviert. Weiterhin konnte ich zwar Emails öffnen, aber der Inhalt war nicht vorhanden. Die Fehlermeldung hier “Inhalt der Nachricht konnte nicht abgerufen werden”. Und das obwohl ich eine Internetverbindung hatte.

Der Fehler war aber leicht gefunden: im Datei-Menü den Online-Modus aktivieren, schon klappte es wieder. Möglicherweise wurde in den Offline-Modus gewechselt, als ich die WLAN-Verbindung hardwareseitig abgeschaltet habe.

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Laptop, Tipps, Ubuntu 9.04 Desktop
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Deep sleep, Email, Evolution, Offline, Online
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10000 Emails löschen mit Ubuntu

Thomas | 29. April 2009

In einem Catch-All-Postfach, welches ich unter Ubuntu mit Evolution abrufe, haben sich mehrere Tausend Emails angesammelt. Da es sich um puren Spam handelt, lösche ich den Inhalt des Ordners in unregelmäßigen Abständen. Meist sind nur ein oder zwei Tausend Emails enthalten, heute hatten sich über 15000 angesammelt.
Das Löschen dauerte sehr lange, die CPU-Auslastung lag auf einer CPU bei 100% und Evolution war nicht mehr zu bedienen. Ich würde begrüßen, wenn wenigstens eine Art Fortschrittsbalken angezeigt würde. Insgeheim frage ich mich natürlich, warum man das Löschen nicht in einen zweiten Thread durchgeführt wird, so dass man in anderen Postfächern arbeiten kann.
Kann man das einstellen?

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Internet, Software, Ubuntu 9.04 Desktop, Ungelöst
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CPU Auslastung, Email, Evolution
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Winmail.dat

Thomas | 3. March 2009

Manchmal bekommt man Emails, an denen die Datei winmail.dat anhängt. Diese Datei kann man zwar speichern, aber auch wenn man nachfragt, von welchem Typ die Datei ist und entsprechend umbenennt, bekommt man nicht das raus, was man möchte. Und dabei erkennt Evolution sogar den Typ des Anhangs als TNEF-Nachricht-Anlage. Schade, dass es keine passenden Aktionen dazu anbeitet.

Und dabei ist die Lösung ganz einfach: man nehme ein bisschen Synaptic, suche dort nach winmail, installiere vom Ergebnis ytnef, speichert die Datei winmail.dat und führe dann auf der Kommandozeile zwei einfache Befehle aus. Zunächst prüft man, ob die Anlage auch das enthält, was man erwartet. Das geht mit
ytnef winmail.dat
Danach extrahiert man den Inhalt mit
ytnef -f . winmail.dat
in das gleiche Verzeichnis.

Installation von Ytnef
Verwendung von Ytnef auf der Kommandozeile

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Installation, Internet, Ubuntu 8.10
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Evolution, TNEF, Winmail.dat
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Verschlüsselte Emails

Thomas | 6. January 2009

Im Menü unter Anwendungen/Zubehör befindet sich das Programm “Passwörter und Verschlüsselung”. Mit diesem ist es recht einfach, einen neuen Schlüssel zu erzeugen. Bei der Vergabe des Passworts sollte man darauf achten, dass es länger als 8 Zeichen ist (besser 12 oder mehr) und Sonderzeichen enthält. Sonderzeichen sind noch wichtiger als Großbuchstaben. Das kann man z.B. daran erkennen, dass selbst das BKA solche Passwörter nicht knacken kann.

Sonderzeichen lassen sich in diversen Merksätzen integrieren. Aus einem Satz wie “Mit Paragraphen kenne ich mich nicht aus!” wird so “M§kimna!”, was schon einmal acht wunderbare Zeichen für ein Passwort abgibt. Das kann man dann am Ende mit einfachen Dingen aufwerten, z.B. “…Ubuntu” für den Ubuntu-Login und “…Windows” für den Windows-Login.

Im Internet (z.B. bei Anmeldung für Webseiten) sollte man diesen Anfang jedoch nicht benutzen. Wer weiß, ob das Passwort dort nicht unverschlüsselt abgelegt wird. Es empfiehlt sich daher, für das Internet einen anderen Merkspruch zu verwenden, z.B. “Im Internet kann man schnell viele Dollar verlieren!”, was zu “IIkmsv$v!” wird. Falls mal ein Internet-Passwort auffliegen sollte, sind wenigstens die lokalen Passwörter noch sicher.

Die Länge des Schlüssels kann man in den erweiterten Optionen auf 4096 Bits hochsetzen. Schaden kann es nicht. Das Erstellen des Schlüssels dauert einmalig eine ganze Weile. Ist der Schlüssel erstellt, kann man beim Schreiben einer Email angeben, ob sie verschlüsselt und/oder signiert werden soll. Typischerweise sollte man beides aktivieren, um volles Vertrauen für eine Email zu schaffen. Das Menü dafür liegt ganz rechts und nennt sich “Sicherheit”.

Damit jemand anders auch verschlüsselte Emails verschicken kann, muss man den öffentlichen Schlüssel veröffentlichen.  Das geschieht wieder mit dem Tool “Passwörter und Verschlüsselung”. Man wählt den Schlüssel aus und mit einem Rechtsklick öffnet man das Kontextmenü und wählt “Synchronisiere und veröffentliche Schlüssel…”. In meinem Fall hat der Server keyserver.pgp.com den Schlüssel mit einer Fehlermeldung abgeleht. Die Veröffentlichung auf pgp.mit.edu war jedoch erfolgreich.

Im gleichen Fenster kann man auch fremde Schlüssel suchen. Hier finde ich z.B. meine damaligen Schlüssel aus dem Jahr 2000 bzw. 2001. Ich benutze diese Schlüssel schon lange nicht mehr. Weder weiß ich, wo der private Schlüssel dazu sein könnte, noch kann ich mich an das Passwort erinnern. Ich frage mich, wie man wohl Schlüssel wieder zurückziehen kann…

Signiert
Verschlüsselt
Verschlüsselt und signiert
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Einrichtung, Ubuntu 8.10
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Evolution, Verschlüsselung
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