Verschlüsselte Emails
Thomas | 6. January 2009Im Menü unter Anwendungen/Zubehör befindet sich das Programm “Passwörter und Verschlüsselung”. Mit diesem ist es recht einfach, einen neuen Schlüssel zu erzeugen. Bei der Vergabe des Passworts sollte man darauf achten, dass es länger als 8 Zeichen ist (besser 12 oder mehr) und Sonderzeichen enthält. Sonderzeichen sind noch wichtiger als Großbuchstaben. Das kann man z.B. daran erkennen, dass selbst das BKA solche Passwörter nicht knacken kann.
Sonderzeichen lassen sich in diversen Merksätzen integrieren. Aus einem Satz wie “Mit Paragraphen kenne ich mich nicht aus!” wird so “M§kimna!”, was schon einmal acht wunderbare Zeichen für ein Passwort abgibt. Das kann man dann am Ende mit einfachen Dingen aufwerten, z.B. “…Ubuntu” für den Ubuntu-Login und “…Windows” für den Windows-Login.
Im Internet (z.B. bei Anmeldung für Webseiten) sollte man diesen Anfang jedoch nicht benutzen. Wer weiß, ob das Passwort dort nicht unverschlüsselt abgelegt wird. Es empfiehlt sich daher, für das Internet einen anderen Merkspruch zu verwenden, z.B. “Im Internet kann man schnell viele Dollar verlieren!”, was zu “IIkmsv$v!” wird. Falls mal ein Internet-Passwort auffliegen sollte, sind wenigstens die lokalen Passwörter noch sicher.
Die Länge des Schlüssels kann man in den erweiterten Optionen auf 4096 Bits hochsetzen. Schaden kann es nicht. Das Erstellen des Schlüssels dauert einmalig eine ganze Weile. Ist der Schlüssel erstellt, kann man beim Schreiben einer Email angeben, ob sie verschlüsselt und/oder signiert werden soll. Typischerweise sollte man beides aktivieren, um volles Vertrauen für eine Email zu schaffen. Das Menü dafür liegt ganz rechts und nennt sich “Sicherheit”.
Damit jemand anders auch verschlüsselte Emails verschicken kann, muss man den öffentlichen Schlüssel veröffentlichen. Das geschieht wieder mit dem Tool “Passwörter und Verschlüsselung”. Man wählt den Schlüssel aus und mit einem Rechtsklick öffnet man das Kontextmenü und wählt “Synchronisiere und veröffentliche Schlüssel…”. In meinem Fall hat der Server keyserver.pgp.com den Schlüssel mit einer Fehlermeldung abgeleht. Die Veröffentlichung auf pgp.mit.edu war jedoch erfolgreich.
Im gleichen Fenster kann man auch fremde Schlüssel suchen. Hier finde ich z.B. meine damaligen Schlüssel aus dem Jahr 2000 bzw. 2001. Ich benutze diese Schlüssel schon lange nicht mehr. Weder weiß ich, wo der private Schlüssel dazu sein könnte, noch kann ich mich an das Passwort erinnern. Ich frage mich, wie man wohl Schlüssel wieder zurückziehen kann…





