Umstieg auf Ubuntu

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Fallstricke beim Upgrade auf Wordpress 2.7

admin | 30. December 2008

Hier mal wieder ein beitrag, der sich nicht direkt mit Ubuntu beschäftigt, von dem ich aber auch nicht weiß, wo ich ihn besser hinpacken sollte als hier. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen Ubuntu-interessierten Leser ja auch. Mit Version 2.7 von Wordpress hat sich einiges geändert. Hier möchte ich ein paar Fallstricke und deren Lösung auflisten.

Zunächst habe ich Wordpress 2.6 mit dem Wordpress Automatic Update Plugin auf die version 2.7 aktualisiert. Dabei sollte man beachten, dass Wordpress 2.7 die Datenbankstruktur anpassen muss. Danach kann man das Automatic Upgrade Plugin löschen, da Wordpress 2.7 seinen eigenen Upgrade-Mechanismus mitbringt. Dann sollte man die anderen installierten Plugins auf Vordermann bringen. Dazu bringt Wordpress ebenfalls automatische Upgrades mit.

In meinem Fall habe ich das NextGen Gallery Plugin aktualisiert. Auch das NextGen Plugin benötigt eine Aktualisierung der Datenbanken, die man gleich vornehmen sollte. Beim Hochladen von Bildern habe ich als nächtest jedoch eine Fehlermeldung erhalten, die besagte, dass Thumbnails nicht erstellt werden konnten. Typisch für diese Fehlermeldung ist die Ausgabe “A failure occurred” und “[object XMLHttpRequest]“. Der Fehler tritt auf, wenn PHP4 statt PHP5 verwendet wird. Diese Einstellung kann man per .htaccess-Datei ändern. Unter Windows legt man eine htaccess.txt Datei an, kopiert diese auf den FTP Server und benennt sie dort nach .htaccess um. Unter Ubuntu kann man direkt .htaccess Dateien erstellen. Der Inhalt der Datei muss lauten:

AddType x-mapp-php5 .php
AddHandler x-mapp-php5 .php

Natürlich muss dazu PHP5 auf dem Server installiert sein. Jetzt kann NextGen auch wieder Thumbnails erstellen. Falls der Fehler schon aufgetreten sein sollte: die Vorschaubildchen lassen sich unter Gallery/Manage Gallery nach Auswahl der betroffenen Gallerie mit der Aktion “Create new thumbnails” noch einmal neu erzeugen.

Desweiteren gibt es ein paar Einstellungen, mit denen ich nicht so einverstanden bin, beispielsweise die CoolIris PicLens. Diese Funktion lädt JavaScript von einem fremden Server, was nicht meinen Anforderungen entspricht. Die Option kann man glücklicherweise unter Gallery/Options/General Options abwählen. An der gleichen Stelle kann man den RSS-Feed für Bilder abstellen, falls man nicht möchte, dass sich Leute nur auf Bilderänderungen registrieren können.

Sofern man Bilder im Hochformat auch als hochformatige Vorschau anzeigen lassen möchte, kann man unter Gallery/Options/Thumbnails die Option “Set fix dimension” abschalten. Desweiteren habe ich die Slideshow unter Gallery/Options/Gallery deaktiviert. Sollte man die Einstellung nachträglich ändern, muss man die Thumbnails der betroffenen Gallerien wie oben bereits beschrieben neu erstellen lassen.

Jetzt funktioniert die Gallery schon fast wie erwartet, wenn man mitbekommen hat, dass anstelle von [ gallery=1] jetzt [ nggallery id=1] geschrieben wird. Die alte Syntax funktioniert auch noch, war syntaktisch aber eher eine Krücke. Die neue Schreibweise ist klarer.

Ob mit neuer oder alter Schreibweise, die Texte werden nicht mehr unter den Bildern angezeigt. Hierfür gibt es auch keine einfache Option, stattdessen muss man einen eigenen Style erstellen. Einen Style kann man unter Gallery/Style auswählen und aktivieren und es lässt sich sogar ein bestimmter Style für eine einzelne Gallerie setzen mit [ nggallery id=1 template=mystyle]. Damit das funktioniert bedarf es einiger Vorbereitung. Die Styles können sich im jeweiligen Theme-Ordner befinden. Das bedeutet, der Galery-Style ist abhängig vom Theme. Das ist sehr löblich, denn wenn die gesamte Webseite ihr Aussehen verändert, sollte das vermutlich auch die Gallerie tun. Mit einem Themenwechsel können jetzt alle NextGen Gallery-Styles gleichzeitig geändert werden, ist das nicht fantastisch?

Möchte man nun die Beschreibung der Bilder unter den Thumbnails einfügen, muss man zunächst eine Datei vom FTP Server kopieren.
Quelle: wp-content/plugins/nextgen-gallery/view/gallery.php
Ziel: wp-content/themes/default/nggallery/gallery-mystyle.php
Den Ordner nggallery als Unterordner von default muss man zusätzlich erzeugen. Hat man diese Kopieraktion durchgeführt, ist ein Style namens “mystyle” für das Theme “default” entstanden. In die neu angelegte Datei kann man jetzt Erweiterungen einfügen wie z.B. die Ausgabe des Titels. Bei mir erforderte dies eine Änderung in Zeile 45. htmlspecialchars_decode() verhindert, dass Autoren (ob mutwillig oder zufällig) Sonderzeichen einbringen und so ggf. JavaScript ausführen könnten.

Gallery.php für Thumbnails mit Beschreibung
Gallery.php für Thumbnails mit Beschreibung

Bekommt man die Fehlermeldung  ”Rendering of template gallery-mystyle.php failed”, hat man vergessen, den nggallery-Ordner als Unterordner anzulegen.

Soll abhängig vom Wordpress Theme auch das NextGen Gallery Styleheet geändert werden, kopiert man erneut ein paar Dateien auf dem FTP Server:
Quelle: wp-content/plugins/nextgen-gallery/css/nggallery.css
Ziel: wp-content/themes/default/nggallery.css
In diesem Fall darf man den nggallery Ordner nicht verwenden. Ich denke, das ist eher ein Bug als ein Feature. Ordentlicherweise hätte das Stylesheet wohl in den nggallery Ordner gehört und hätte nggallery-mystyle.css heißen müssen.

Nachdem das Antispam Plugin Askimet einen Wordpress API Key benötigt, um Spam zu filtern, habe ich mich entschlossen, auf WP-SpamFree zu setzen. Das neue Plugin lässt sich einfach unter Plugins/Add New installieren. Es verträgt sich jedoch nicht mit dem Wordpress Automatic Upgrade Plugin, was man aber dank Wordpress 2.7 nicht mehr benötigt.

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It works! – Apache, PHP, Kerberos und AFS (Teil 1)

admin | 9. December 2008

“It works!” steht da in großen Lettern, wenn ich die Webseite des Ubuntu Servers aufrufe. Für ein Software-Projekt möchte ich mit Kerberos experimentieren. Da ich eine PHP-Seite entwerfen soll, bei der sich Kerberos-Clients anmelden können sollen, brauche ich ein Kerberos-Plugin für PHP.

Das lässt sich beim Apache Webserver mit dem Befehl sudo apt-get install libapache-mod-auth-kerb erledigen. Dabei wird notfalls krb5-config und libapache2-mod-auth-kerb mitinstalliert. Ein beherztes sudo /etc/init.d/apache2 restart aktiviert die neu installierten Module. Der Webserver sagt weiterhin “It works!”, aber die Frage ist, was er mit “it” meint. Sicherlich funktioniert Apache noch, aber wer weiß, ob Kerberos jetzt funktioniert?

Zunächst hat mein Server ein Problem mit der IP-Adresse. Er kann keinen Servernamen finden und verwendet den Loopback-Adapter 127.0.1.1 als Default. Den Servernamen kann man mittels sudo nano /etc/apache2/httpd.conf angeben. Danach verschwinden die Warnungen. Man verwendet vielleicht den am besten gleichen Namen wie in /etc/hostname angegeben.

Die angezeigte Seite, die “It works!” ausgibt, ist lediglich eine statische HTML-Seite. Das beweist noch nicht einmal, ob PHP überhaupt funktioniert. Eine einfache Datei /var/www/phpinfo.php mit dem Inhalt <? phpinfo(); ?> gibt eine Informationsseite aus. Irgendwo gibt es einen Abschnitt namens “Loaded Modules”, der die installierten Module auflistet. Dort taucht nach der Installation ein mod_auth_kerb auf, was auf eine erfolgreiche Installation des Kerberos Moduls hindeutet. Jetzt fragt sich natürlich, wie man Kerberos vernünftig benutzt.

Die Bibliothek PEAR scheint der richtige Ansatz zu sein. PEAR bringt eine Klasse Auth mit, mit welcher sich Kerberos Authentifizierungen durchführen lassen. PEAR ist bei Ubuntu 8.10 Server nicht standardmäßig dabei, lässt sich aber über ein einfaches sudo apt-get install php-pear nachrüsten.

Mein kleines PHP-Kerberos-Testscript funktioniert leider nicht. Die Funktion require_once(”Auth.php”); beschwert sich, dass Auth.php nicht aufzufinden ist. Eine Durchsuchung der Festplatte zeigt: die Datei Auth.php existiert lediglich im Verzeichnis /usr/share/php/PEAR/Command. Dieses Verzeichnis ist aber nicht Bestandteil des Include-Pfades von PHP. Eine kurze Recherche sagt mir, dass man die Bestandteile von PEAR einzeln installieren muss. In diesem Fall also sudo pear install Auth. Jetzt erscheint eine neue Fehlermeldung: “Cannot use Kerberos V authentication, KADM5 extension not loaded!”

Leider funktioniert sudo apt-get install php-kadm5 nicht. Ein sudo apt-get install krb5-admin-server bringt jedoch neue Erkenntnisse: vermutlich habe ich jetzt einen Kerberos Server installiert, der mir früher oder später nützlich sein wird, wenn ich mich tatsächlich irgendwo anmelden möchte.

Für heute muss ich meine Untersuchungen abbrechen. Ich bin schon deutlich schlauer und meinem Kerberos-AFS Projekt einen Schritt näher. Am Ende soll übrigens eine Überprüfung von AFS-Freigaben entstehen. Der User kann per Weboberfläche Berechtigungen festlegen, deren Einhaltung per Cron-Job überprüft wird.

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Einrichtung, Ubuntu 8.10 Server, Ungelöst
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Ubuntu 8.10 x64 Installation

admin | 3. December 2008

Da das CD-Laufwerk meines alten Laptops defekt ist und der Laptop für die Arbeit ohnehin zu schwerfällig geworden ist, habe ich ein Lenovo 3000 N200 besorgt, welches einerseits für seine gute Ubuntu Unterstützung und andererseits durch das gute (jedoch spiegelnde) Display bekannt ist.

Zunächst habe ich die Live-CD gestartet, um zu prüfen, welche Hardware Ubuntu 8.10 erkennt – oder auch nicht. Das Live-System hat gebootet, doch bereits die Einrichtung des WLANs war nicht möglich. So muss ich wohl bei der Installation auf deutsche Sprache verzichten. Die Festplatten vom vorinstallierten Windows Vista werden mir angezeigt und ich kann lesend und schreibend darauf zugreifen. Das System-Menü ist nicht übersetzt: Applications, Places, System heißen immer noch so, obwohl das Live-Ubuntu ganz zu Anfang die Sprache schon wissen wollte.

Die Installation startet zunächst im bekannten Stil und bietet mir die Auswahl der Landeseinstellungen an. Im Schritt 4 von 7 (Partition) werden allerdings keine Partitionen angezeigt. Mit dem “Zurück” Button komme ich nicht zurück und der “Vor” Button meint, ich habe keine Partition ausgewählt. Das ist richtig, aber wie hätte ich das auch auswählen sollen? Noch während ich ein Partitionierungstool suche, stürzt “ubiquity” unerwartet ab. Ich verzichte mangels Internetverbindung, den Problemreport abzuschicken.

Den Laptop starte ich neu, ich möchte die Installationsvariante direkt von CD probieren.

Dort erwartet mich ein neues Tool zum Partitionieren, mit dem ich die Festplattengröße von Windows Vista mit einem Schieberegler komfortabel ändern kann. Nach der Änderung mit Schieberegler weist Ubuntu mich darauf hin, dass das Ändern der Größe eine lange Zeit dauern kann. Dies möchte ich nicht, denn schließlich soll Vista komplett verbannt werden. Daher wähle ich “Geführt, verwende vollständige Festplatte”. Seltsamerweise erscheint sofort eine Fortschrittsanzeige, welche die Partitionsgröße ändert – keine Warnung, kein Hinweis auf einen längerwährenden Prozess. Man beachte, dass ich den “Vor” Schalter noch nicht betätigt habe.

Der Fortschrittsbalken bewegt sich über längere Zeit nicht, schon eine geschätzte halbe Stunde steht er bei 0%. Zwischendurch springt immer wieder der Bildschirmschoner an. Eine weitere Bedienung ist nicht möglich. Das Fenster im Vordergrund lässt sich zwar Verschieben, hat aber keine Buttons, mit denen man den Vorgang abbrechen könnte. Ebenfalls lässt sich das darunter liegende Fenster nicht bedienen.

Nach knapp einer Stunde meldet sich Ubuntu wieder. Ich darf meinen Namen eingeben und danach einen Vista Benutzer importieren. Wie das möglich ist, wundert mich sehr, da ich doch die gesamte Platte für Ubuntu verwenden wollte. Danach legte die Installation los und war auch schnell fertig. Ein Neustart brachte Verwirrung: Windows Vista alias Longhorn wurde im Bootmenü zur Auswahl angeboten. Ich habe den Verdacht, dass doch nicht die gesamte Partition von Ubuntu verwendet wurde, sondern die nicht erwünschte Verkleinerung stattgefunden hat.

Abgesehen davon hat die Installation funktioniert. Das WLAN läuft jetzt, nachdem ich meinem DSL-Router die neue MAC-Adresse beigebracht habe. Treiber für die NVidia Grafikkarte wurden mir vom Hersteller angeboten. Diese habe ich jetzt mal installiert.

Nicht geklappt hat der Export von installierten Softwarepaketen von Ubuntu 8.04 nach 8.10. Die Funktion gibt es wohl, allerdings muss man die Liste vor der Installation der Pakete als Shell-Skript exportieren. Das wusste ich damals natürlich noch nicht und kann jetzt nicht auf eine derartige Liste zurückgreifen. Daher installiere ich die Anwendungen manuell, was ein bisschen Zeit kostet. Der anschließende Download der selektierten Komponenten dauert abermals 45 Minuten (DSL 2000).

Für Ubuntu x64 scheint es das Tool Wink (zum Aufzeichnen von Präsentationen) und das Java Plugin (für Mozilla-Browser) nicht zu geben. Es erscheint lediglich der Hinweis, dass diese Varianten in amd64-Konfiguration nicht vom Hersteller bereitgestellt werden. Ich bin ja gespannt, was ich ohne Java im Web alles nicht machen kann.

—

Einige Tage später sieht die Situation so aus: Windows XP (32 Bit) ist installiert, Ubuntu 8.10 (ebenfalls 32 Bit) habe ich parallel installiert. So kann ich das Java Plugin nutzen und Ubuntu bedient sich wie zuvor. Jetzt muss ich noch die Daten vom alten auf den neuen Laptop umziehen lassen. Ob das so reibungslos klappt?

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Installation, Laptop, Ubuntu 8.10
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Server Upgrade-Orgie

admin |

Heute hat sich die Situation ergeben, dass ich eine etwas ältere Hardware zur Verfügung habe. Es handelt sich um einen Pentium III mit 666 MHz, 128 MB RAM und 20 GB Festplatte. Da mir 128 MB RAM selbst für einen Ubuntu Server etwas enig vorkamen, habe ich auf 384 MB aufgestockt.

Meine ursprüngliche Idee war, Ubuntu 8.10 Server direkt zu installieren. Da mir aber eine Ubuntu 7.10 Server CD gerade zwischen die Finger gekommen ist, entschloss ich mich spontan zu einem dreistufigen Upgrade. Die Tour sollte mich von Version 7.10 zu 8.04 und schließlich zu 8.10 bringen.

An Diensten habe ich die LAMP-Konfiguration, Mailserver und Postgre-SQL Server ausgewählt. Die Sprache sollte Deutsch sein – oder zumindest das Tastaturlayout, damit ich mich bei der Belegung der Sonderzeichen nicht erst lange eingewöhnen muss. Die Sprachunterstützung für Deutsch ließ bei Ubuntu 7.10 Server wie auch schon bei der Desktop-Variante zu wünschen übrig. Die meisten Meldungen sind Englisch, manchmal auch ein nettes Gemisch aus Englisch und Deutsch.

Bei der Installation habe ich die 20 GB Festplatte automatisch aufteilen lassen, das noch vom Vorbesitzer vorhandene Windows 98 gehört damit der Vergangenheit an (was für ein Glück). Die weitere Installation ging nicht unbedingt immer zügig vonstatten, was aber vermutlich an der doch schon etwas älteren Hardware liegen könnte.

Ob die installierten Dienste unter Ubuntu 7.10 alle funktionierten ist mir nicht bekannt. Da ich den Ubuntu Server eigentlich nicht benötige, habe ich mich gleich zum Update entschlossen. Ohne grafische Oberfläche stand ich erst mal auf dem Schlauch. Mit einem einfachen sudo do-release-upgrade ging es dann aber vorwärts: knapp 170 MB Pakete wurden aus dem Internet heruntergeladen und installiert.

Dann wurde ich auf die schwachen Schlüssel hingewiesen, die man mit ssh-keygen -l -f HOST_KEY_FILE neu erzeugen soll. Dankenswerterweise gibt Ubuntu auch die Namen der HOST_KEY_FILEs mit an. Dies sind /etc/ssh/ssh_host_rsa_key und /etc/ssh/ssh_host_dsa_key. Ob ich da allerdings tatsächlich nach dem Upgrade etwas manuell tun muss, blieb unklar. Während des Upgrades schienen die beiden Schlüssel erzeugt worden zu sein.

Eine neue Version der Datei /etc/dovecot/dovecot.conf stellte mich vor ein kleine Herausforderung. Da ich keine Konfigurationsdatei manuell angepasst hatte, entschloss ich mich zum Ersetzen der Datei durch die Variante des Paket-Betreuers. Wozu die Datei gut ist, weiß ich noch nicht. Sicherlich hätte ich meine eigene Version beibehalten, wenn ich darin Eintragungen vorgenommen hätte.

Nach diesem Upgrade-Schritt war ich natürlich gespannt, auf welche Version der Ubuntu-Server sich aktualisiert haben könnte. Beim Login hat Ubuntu es schon verraten: Ubuntu 8.04 war der Stand. Ansonsten hätte mir ein uname -a die Kernel-Version und ein less /etc/issue die Ubuntu Versionsnummer ausgegeben.

Die nächste Stufe lässt sich nicht einfach durch Wiederholung des Befehls sudo do-release-upgrade erreichen. Die lapidare Ausgabe ist “No new release found”. Das liegt vermutlich daran, dass Version 8.04 die Long Term Support (LTS) Version von Ubuntu Server ist. Ein sudo nano /etc/update-manager/release-upgrades öffnet die Datei, in der die möglichen Updates spezifiziert werden. Ändert man hier den Eintrag Prompt=lts in Prompt=normal ab, findet der Upgrade Manager auch das Upgrade.

Zwei Minuten lang hat Ubuntu die Änderungen berechnet und dann um ca. 20:30 startete der wiederum ca. 190 MB große Download, der ungefähr 16 Minuten dauern soll. Der Download hätte vielleicht etwas zügiger vonstatten gehen können, wenn Downloads parallel ausgeführt worden wären – zumindest war das der subjektive Eindruck.

Zwischendurch hat mich wieder der Bildschirmschoner erschreckt – wie auch beim Update von 7.10 auf 8.04. Der Bildschirm wird dann einfach schwarz, was mir immer den Eindruck vermittelt, dass der PC abgestürzt ist oder sich ausgeschaltet hat. Als alten DOS-Hasen macht mich das kirre…

Eine neue Hürde tat sich auf, als die Dienste, die PAM verwenden, neu gestartet werden mussten. Einige Dienste muss man wohl manuell neu starten, andere konnte man eintippen bzw. waren vorgegeben. Ich habe es natürlich bei der Voreinstellung belassen und frage mich, ob es wohl noch weitere Dienste gegeben hätte, die ich neustarten sollte. So wurden Samba, Dovecot, Apt und Cron neu gestartet und die Installation fortgeführt.

Nach dem Upgrade war ein Neustart fällig, was mich doch ein bisschen an die Windows-Welt erinnerte. Ubuntu 8.10 Server ist jetzt installiert, nur was tue ich jetzt damit? Zunächst werde ich mal prüfen müssen, ob die Dienste alle laufen. Mit dem LAMP-Paket könnte ich immerhin Webseiten und Dateien hosten, die ich über DynDNS nach außen reiche. Dazu muss ich aber zunächst ein Loch in meine DSL-Firewall bohren…

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Desktop, Installation, Ubuntu 7.10 Server, Ubuntu 8.04 Server, Ubuntu 8.10 Server
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