Umstieg auf Ubuntu

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Wie genau ist das Wii Whiteboard (2)?

Thomas | 29. March 2008

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der das exakte Arbeiten mit der Wii erschwert: die Größe der LED im Vergleich zur Größe eines Pixels auf der Leinwand. Das folgende Bild wurde an der Leinwand aufgenommen. Bei genauem Hinsehen sind auch mit bloßem Auge die einzelnen Pixel zu sehen.

Infrarot-LED vor Projektion des Beamer-Bildes

Der Durchmesser der LED beträgt etwa 3 Pixel. Zudem ist unklar, an welcher Stelle die LED leuchten oder reflektieren wird. Es ist denkbar, dass die Wii direkt den Leuchtpunkt der LED erkennt (beim Zusammentreffen der beiden kleinen Kontaktflächen innerhalb der LED) oder dass die Wii erst die Reflektion des Infrarotlichts von der Leinwand “sieht”.

Fazit:

Es ist zu erwarten, dass die Genauigkeit des Wii Whiteboards im Bereich von ca. 5 Pixeln liegt. Etwa 3 Pixel werden bereits durch die Größe der LED (zugegeben: 5mm LED) beansprucht, weitere Ungenauigkeit (ca. 30%) kommt durch die Umrechnung der Abbildung hinzu (siehe vorheriger Artikel).

Das Wii Whiteboard ist damit für pixelgenaue Zeichnungen vermutlich nicht zu verwenden, kann aber durchaus mit einem etwas breiteren digitalen Stift für Whiteboard-Zeichnungen während einer Präsentation oder Konferenz verwendet werden, wenn gewöhnlich ohnehin ein etwas breiterer Stift oder größere Schrift erforderlich ist.

Ich werde in einem weiteren Versuch prüfen, ob eine 3mm LED möglicherweise genauere Ergebnisse liefern kann.

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Wie genau ist das Wii Whiteboard (1)?

Thomas |

Nachdem ich ein bisschen mit dem Wii Controller und MS Paint herumgespielt habe, habe ich festgestellt, dass die Auflösung nicht voll nutzbar ist. Dies leuchtet jedoch schnell ein, wenn man sich die technischen Details einmal ansieht.

Die Wii hat eine Auflösung von 1024*768, wenn Subpixel ausgewertet werden, wovon ich einmal ausgehe. Mein Beamer hat ebenfalls eine Auflösung von 1024*768. Wenn jeder Pixel exakt erfasst werden soll, müsste das Bild des Beamers 1:1 auf die Wii passen. Da die Wii jedoch üblicherweise beliebig im Raum platziert wird, deckt das Abbild des Beamers nur einen Teil der Auflösung der Wii ab.

Folgendes Bild kann dies vielleicht verdeutlichen:

Koordinatenabbild der Wii auf das Bild des Beamers

Das Bild zeigt, wie die Koordinaten, welche von der Wii empfangen werden, auf das Bild des Beamers abgebildet werden müssen. Der gesamte weiße Bereich stellt die Auflösung der Wii dar (1024*768). Die Wii wurde links vom Bild aufgestellt. Das Bild des Beamers wird im grünen Bereich projiziert.

Die Wii wurde leicht versetzt aufgestellt und sieht dadurch eine zweidimensionale Abbildung des Beamer-Bildes (grün eingezeichnet). Die Fläche innerhalb des grünen Vierecks ist kleiner als die Fläche des Bildes (Kamerabild der Wii). Daher geht auf jeden Fall ein Genauigkeitsverlust einher, wenn die Wii als Whiteboard benutzt wird.

Die orangefarbenen Striche zeigen die Verzerrungen an, die durchgeführt werden müssen, damit die Bildpunkte wieder zueinander passen. Ein ausgewählter Punkt ist durch das rote und grüne Kreuz nochmals angezeigt.

Der exakte Genauigkeitsverlust ist abhängig davon, wo die Wii aufgestellt wird. Generell sind an der “höheren” Kante (näher zur Wii gelegen) genauere Ergebnisse und an der “niedrigen” Kante (weiter von der Wii entfernt) ungenauere Ergebnisse zu erwarten.

Eine Möglichkeit, die Genauigkeit zu erhöhen ist, zwei Wii Controller zu benutzen und diese jeweils einmail links und einmal rechts vom Bild aufzustellen:

Von links Koordinatenabbild der Wii auf das Bild des Beamers Wii Koordinaten von rechts betrachtet Von rechts

Wenn man jetzt die Koordinaten analysiert, bekommt man im linken Bereich die genaueren Ergebnisse von der linken Wii, im rechten Bereich erhält man genaue Ergebnisse von der rechten Wii.

Zusätzlich zur Erhöhung der Genauigkeit erhält man “Ausfallsicherheit”: Steht man beim Zeichnen einer der Controller im Weg und versperrt dem Infrarot-Licht den Weg zur Wii, so kann zumindest noch der andere Controller Koordinaten liefern.

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Nintendo Wii unter Ubuntu

Thomas | 28. March 2008

Aufgrund eines herrlichen Videobeitrags von Johnny Chung Lee habe ich mir zunächst einen Wii Controller ausgeliehen und einige Experimente unter Windows durchgeführt. Ich bin tatsächlich so weit, dass ich Johnny Lees Whiteboard-Anwendung zusammen mit meinem Beamer zum Laufen gebracht habe.

Inzwischen habe ich mir zwei Wii Controller gekauft. Unter Windows möchte ich damit erreichen, dass das Whiteboard von allen Positionen aus gleich gut bedient werden kann. Da man der Wii unter Umständen körperlich den Blick versperrt, soll die zweite Wii, die an einem anderen Punkt aufgestellt wird, diese Beschränkung aufheben.

Dann hat mich natürlich auch interessiert, ob die Wii unter Ubuntu ebenfalls funktioniert.

Hardware:
1* Fujitsu Siemens Bluetooth V2.0 USB Stick
2* Nintendo Wii Remote Controller
1* Selbst gebastelte Infrarot LED, hergestellt aus einer LED Leuchte aus dem Real Markt

Stellar LED Taschenlampe aus dem real,- Markt

Die weiße LED sollte dabei möglichst in Kopfnähe abgeschnitten werden, so dass ein Großteil der Beine übrigbleibt. Außerdem sollte man sich merken, wo die flache Seite der LED ist, damit man hinterher die Infrarot-LED wieder korrekt einbauen kann.
LED mit Arbeitsanweisung

Und noch einmal eine Art “Explosionsansicht”:

Umgebaute Taschenlampe

Software:
Ubuntu Bluetooth Manager
WMGUI (Wiimote GUI Interface)

Das Ganze hat auf Anhieb funktioniert. Die beiden Controller wurden anstandslos erkannt.

Zwei Wii Controller unter Ubuntu

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Fernwartung mit Ubuntu

Thomas |

In c’t 5/2008 war ein Artikel beschrieben, der eine einfache Fernwartung von PCs verspricht. Das Prinzip ist tatsächlich einfach: ein Hilfesuchender startet ein vorher generiertes Programm, welches Zugangsdaten enthält. Dieses Programm verbindet sich zum Helfer (also zu mir) und stellt eine Remote-Desktop-Verbindung zur Verfügung.

Das ganze wollte ich zunächst intern ausprobieren, d.h. ich habe versucht einen Windows PC per Fernwartung von meinem Ubuntu-PC zu steuern. Dazu habe ich
1.) ein Programm generiert, welches interne Verbindungsdaten enthält, d.h. eine 192.168.x.y Adresse und den Default Port 5500.
2.) auf meinem Ubuntu den VNC Viewer gestartet mit “vncviewer –listen 5500″ von der Kommandozeile.
3.) auf dem Windows-Rechner das Fernwartungsprogramm gestartet, um zu sehen, was sich da tun wird.

Leider hat das nicht funktioniert. Im Ubuntuforum habe ich dann erfahren, dass es wohl ein Kompatibilitätsproblem beim vncviewer gibt. Abhilfe sollte folgendes schaffen:
1.) sudo apt-get install xtightvncviewer
2.) xtightvncviewer -encodings “hextile copyrect” -listen 0
3.) Programm auf dem Windows-Rechner starten

Zunächst ging mal wieder nichts, weil ich zum wiederholten Male vergessen hatte, dass ich ja eine Firewall auf meinem Laptop installiert hatte. Nach Behebung des Problems mit der Firewall konnte ich tatsächlich den Windows PC fernsteuern.

Windows PC von Ubuntu fernwarten

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Lange nichts Neues

Thomas | 2. March 2008

Dass ich hier in dem Blog lange nichts neues beigetragen habe, liegt vermutlich daran, dass es im Moment nichts am System auszusetzen gibt. Ubuntu arbeitet zuverlässig, ist offensichtlich komplett eingerichtet und spielt seine Updates automatisch ein. Ich kann Ubuntu nur loben!

Heute habe ich seit langem Mal wieder eine neue Hardware an mein Laptop angeschlossen, eine Headmouse Extreme von Origin Instruments. Die Maus erfasst Kopfbewegungen und wurde anstandslos erkannt.

Die nächste Hardware ist eine Logiteck QuickCam Pro 4000. Nach Installation von Camorama war ich dann auch sicher, dass die Installation des Treibers auch hier erfolgreich war.

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