Umstieg auf Ubuntu

Windows erfolgreich durch Ubuntu ersetzen.
  • rss
  • Home
  • Impressum
  • Lizenz

Upgrade nach Ubuntu 9.10

Thomas | 8. November 2009

Ein halbes Jahr ist vorüber und Ubuntu 9.10 wurde wie erwartet zur Verfügung gestellt. Mistrauisch wie ich bin, habe ich wie immer ein Backup erstellt. Eigentlich eine gute Sache, denn so habe ich wenigstens einen festen Rhythmus, in dem ich Backups erstelle. Ob das Release nun Karmic Koala heißt oder nicht, ist mir völlig schnuppe, ebenso ob sich der Boot-Screen jetzt wieder geändert hat, oder gleich geblieben ist.
Wichtig sind mir andere Dinge: das Update muss problemlos installiert werden können, installierte Anwendungen müssen weiterhin laufen und hoffentlich sind ein paar Bugs behoben oder es wurde irgendwo die Performance gesteigert. Nun, wurden meine Erwartungen erfüllt?
Zunächst meldet das Update, dass es die Paketquellen von Drittanbietern deaktiviert hat und dass ich diese nach der Installation wieder aktivieren kann. Schade eigentlich, dass es die Paketquellen nicht selbst wieder aktiviert. Die zweite Meldung besagte auf meinem System, dass der Support für einige Anwendungen eingestellt wurde, ich aber immer noch Support von der Community erhalten könnte. Die Anwendungen würden im nächsten Schritt gelöscht, wenn ich nicht “Universe” aktiviert hätte. Schade eigentlich, dass es an diesem Punkt noch nicht feststellen konnte, dass ich “Universe” aktiviert habe, dann hätte ich die Meldung gar nicht gezeigt bekommen müssen.
Um ca. 14 Uhr startete die Installation und sagte eine Dauer von 1 Stunde 30 Minuten voraus. Nach dem Download von 500 Dateien war die Prognose dann jedoch schon bei 2 Stunden. Offenbar kommt auch kein Downloadmanager zum Einsatz, der parallel mehrere Dateien herunterlädt. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum die Downloadrate immer wieder einbricht. Da kam mir der Besuch gerade Recht, um die Zeit zu überbrücken.
Nach dem Download wieder eine Nachfrage, welche die Installation ins Stocken brachte. Eine dreiviertel Stunde später die nächste. So kommt der Installations-Prozess immer wieder zum Erliegen, die Installation verschleppt sich über mehrere Stunden. Das macht Windows inzwischen besser: die Installation verläuft ohne weitere Nachfragen, die Einrichtung und Konfiguration erfolgt zum Schluss.
Abgesehen davon lässt sich die Installation nur von Experten erledigen – auch wenn ein Laie Ubuntu bedienen kann. Ich stelle mir immer wieder vor, meine Lebenspartnerin hätte das Update durchgeführt. Wie oft hätte sie wohl angerufen, um Ubuntu zu aktualisieren?
Nicht nur beim Download, auch bei der Installation könnte Ubuntu parallelisieren. Es ist gut zu erkennen, dass nur ein Prozessor ausgelastet ist. Ich nehme an, dass sich von einander unabhängige Pakete auch parallel installieren lassen.
Dann kam das typische Sorgenkind: Virtualbox. Mehrfach taucht die Fehlermeldung auf, dass es sich um ein Problem in der Anwendung handelt, die das D-Bus System verwendet. Im Moment kann ich nicht sagen, ob die Installation geklappt hat, jedenfalls musste ich nicht manuell eingreifen.
Wenig später räumt Ubuntu auf: 193 Pakete können gelöscht werden, was angeblich mehrere Stunden in Anspruch nehmen soll. Diese Schätzung stellte sich als extrem pessimistisch heraus, als nach fünf Minuten diese Operation schon beendet war.

Beim Neustart der erste Schock: alles ist schwarz-weiß. Das rot-orange-gelbe Ubuntu Logo glimmt in weiß vor sich hin, aber offensichtlich soll das so sein. Natürlich ist auch mein schöner Anmeldebildschirm weg, ersetzt vom Standard-Ubuntu Anmeldeschirm. Dass der Bildschirm beim Start weniger flackern soll, wie in c’t 24/2009 beschrieben, kann ich nicht nachvollziehen. Mindestens 4 Mal habe ich ein Flackern bemerkt.
Außerdem ist die Installation zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen: ich werde freundlich darauf hingewiesen, dass die Sprachunterstützung noch nicht vollständig ist. Um das nachzuholen brauche ich drei Mausklicks und die Eingabe des Passworts. Warum wurde das nicht schon während der eigentlichen Installation erledigt, frage ich mich.
Ansonsten sieht man dem neuen Ubuntu die Änderungen an. Es ist trist geworden im neuen Ubuntu. Der Hintergrund ist nicht mehr so fröhlich sandig-bunt wie früher und die aufhellenden orangen Titelleisten wurden durch braun ersetzt. Die Icons im System-Tray sind flach und grau und sehen ein bisschen nach Windows Vista aus. Glücklicherweise lässt sich das Erscheinungsbild auf den bisherigen Standard zurücksetzen.
Ein kurzer Rundumblick: Evolution funktioniert noch. Da sich in meinem Spam-Ordner bereits 6500 Emails angesammelt hatten, führte ich eine Lösch-Orgie wie damals durch und mit dem gleichen Ergebnis. Während des Löschvorgangs ist Evolution nicht bedienbar, mindestens eine CPU 100% ausgelastet, manchmal beide.
Auffällig sind die Änderungen im neuen Software-Center. Die Beschreibungen vieler Programme sind nur auf Englisch verfügbar und nach wie vor fehlt die Möglichkeit, bereits installierte Programme auszublenden. Die Bewertung von anderen Benutzern (Sterne) gibt es auch nicht mehr, oder?

Ich vergleiche mal mit dem Artikel aus c’t 24/2009. Schneller booten mit Upstart: mag sein, dass es ein paar Sekündchen weniger lang gedauert hat. Diese Sekunden verliert ein Anwender locker wieder, wenn er nicht besonders gut Englisch kann und die nicht übersetzten Programme bedienen muss.
Neue Software: auch hier ist alles beim Alten. OpenOffice von Sun erfordert für einen Bugreport über das Hilfe-Menü eine Registrierung, sendet allerhand Daten und der Empfänger ist nicht Sun sondern das Canonical Launchpad. Wo Sun draufsteht ist also Canonical drin. Wer meint, er könne über die Bug-Report-Webseite von Sun Fehler melden, irrt sich gewaltig.
Palimpsest: ja, nett, sieht gut aus, brauche ich aber nicht. Seit Installation von Ubuntu 7.10 habe ich die Festplattenaufteilung nicht geändert und ich hab auch nicht vor, das zu tun.
Ubuntu One: Ich kann nicht nachvollziehen, wer seine Daten immer im Internet speichern will. Jedenfalls springt Canonical hier wohl auch auf. Ich finde, meine Daten sind im Internet nicht sonderlich gut aufgehoben. Immer und überall wird von Daten- und Identitätsklau berichtet…
Aktueller Kernel: der dürfte interessant sein, wenn dadurch wirklich Suspend To RAM oder Suspend To Disk funktionieren. Auch die vorübergehenden Flacker-Effekte im laufenden Betrieb (nicht während des Bootens, s.o.) könnten vielleicht aufhören.

Ich weiß, dass bei Ubuntu Brainstorm viele Leute ihre Meinung geäußert haben. Natürlich in Englisch. Und dennoch haben viele gefordert, dass die Übersetzung besser wird. Davon ist nicht viel zu spüren – ähnlich übrigens wie bei Windows XP 64 Bit, das selbst nach Installation der Sprachpakete den Internet Explorer in Englisch anzeigt.

Was meine Erwartungen angeht: das Update ließ sich installieren, ein unbedarfter Nutzer benötigt aber Hilfe. Die installierten Anwendungen funktionieren noch, sogar Moneyplex, welches beim Umstieg auf 9.04 einige Probleme bereitete. Sowohl Suspend To Disk als auch Suspend To RAM funktionieren bei mir gut. Ich bin zufrieden.

Rosarot
Englisch
Erscheinungsbild
Palimpsest
Kommentare
Keine Kommentare »
Kategorien
Installation, Laptop, Ubuntu 9.10 Desktop
Tags
Backup, Community, Evolution, Karmic Koala, Support, Suspend, Ubuntu 9.10, Universe, Update, Upstart
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

Verschicken/Abrufen deaktiviert

admin | 27. May 2009

Während des Abrufens von Emails ist ein “MAC is in a deep sleep” Problem aufgetreten, wodurch ich den Rechner neustarten musste, während Evolution noch lief. Nach dem Neustart konnte Evolution zwar wieder gestartet werden, jedoch ist seither der Button “Verschicken/Abrufen” deaktiviert. Weiterhin konnte ich zwar Emails öffnen, aber der Inhalt war nicht vorhanden. Die Fehlermeldung hier “Inhalt der Nachricht konnte nicht abgerufen werden”. Und das obwohl ich eine Internetverbindung hatte.

Der Fehler war aber leicht gefunden: im Datei-Menü den Online-Modus aktivieren, schon klappte es wieder. Möglicherweise wurde in den Offline-Modus gewechselt, als ich die WLAN-Verbindung hardwareseitig abgeschaltet habe.

Kommentare
Keine Kommentare »
Kategorien
Laptop, Tipps, Ubuntu 9.04 Desktop
Tags
Deep sleep, Email, Evolution, Offline, Online
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

iwlagn: MAC is in a deep sleep

admin | 26. May 2009

Heute hat Ubuntu die Festplatte geprüft, als ich Ubuntu startete. Die Zeit habe ich genutzt, um an einem anderen Rechner das Upgrade von Ubuntu 8.10 auf 9.04 vorzunehmen. Irgendwann war der Laptop dann auch so weit und ich begann Emails abzurufen, per WLAN versteht sich.

Doch dann passierte folgendes: der PC wurde immer träger, das Öffnen eines Links aus Evolution heraus wurde zur Geduldsprobe. Die CPU Auslastung, die bei mir in der oberen Leiste angezeigt wurde, blieb für beide Cores auf 800 MHz stehen. Die HDD LED (Lämpchen für die Festplatte) blieb auf Dauer-Ein.

Als irgendwann wirklich nichts mehr ging habe ich mit Strg+Alt+F1 ein Konsolenfenster geöffnet, was fast eine Minute in Anspruch nahm. Der erste Login schlug sogar fehl, weil die Aufforderung zur Eingabe des Passworts 60 Sekunden überschritt. Als ich es irgendwann schaffte, sah ich folgende Meldung auf dem Bildschirm:
iwlagn: MAC is in a deep sleep!
Was das genau heißen mag, musste ich nicht, aber dass der Rechner im Tiefschlaf war, habe ich auch so empfunden. Arbeiten war nicht möglich, lediglich ein beherztes sudo shutdown -r now ließ Hoffnung aufkommen. Die Aufforderung zur Eingabe des Passworts dauerte zwar wieder fast eine Minute, aber dann fuhr der Rechner tatsächlich runter.

In den Ubuntu Foren erfuhr ich, dass Lenovo T400 Nutzer dieses Problem wohl kennen. Eine Lösung wurde aber nicht angeboten. Ich bestätige den Fehler nun für ein Lenovo 3000 N200.

Nach dem Neustart meldete das Tracker Applet, dass während der Indizierung ein Fehler auftrat und der Index nun zerstört sei (”Index corrupted”). Gleichzeitig lag die Prozessorlast bei 100% auf beiden Kernen, die jetzt mit vollen 2,2 GHz getaktet waren. Immerhin reagierte der Rechner flüssig. Mit “Reindex all contents” versuchte ich zunächst, den Index zu retten. Das gelang nicht wirklich: die Frage tauchte mehrfach auf, gefolgt von genauso vielen Sicherheitsabfragen “Eine Indizierung kann sehr lange dauern. Wollen Sie das System neu indizieren?”. Das Festhalten der Esc-Taste für ca. 20 Sekunden löste das Problem und schloss geschätzte 200 Fenster dieser Art.

Die Prozessliste (ps -A) zeigte danach hohe CPU-Nutzung durch die Programme python, trackerd, dbus-daemon und tracker-indexer. Die CPU-Nutzung und Taktung verringerte sich nicht. Die Festplatten-Leuchte blinkte jedoch nicht, was bei einer aktiven Indizierung eigentlich zu erwarten gewesen wäre.

Dann tauchten die Abfragen wieder auf, so dass ich mittels ps -A | grep tracker alle Indizierungsprozesse ermittelte und mit kill tötete. Dadurch sank die CPU Last auf Null und die Taktung fiel auf 800 MHz.  Jetzt konnte ich mich endlich auf die Suche nach Meldungen im System machen.

Die Datei messages.0 lieferte erste Hinweise:
w3m[7831]: segfault at 0 ip 080a5f93 sp bfa873a0 error 4 in w3m[8048000+7f000]
iwlagn: TX Power requested while scanning!
iwlagn: Radio Frequency Kill Switch is On:
Kill switch must be turned off for wireless networking to work

Segmentfehler sind vermutlich eine böse Sache. Dank den iwlagn Ausgaben kann ich nun vermuten, dass die Meldung “MAC is in a deep sleep” vom WLAN Treiber ausgegeben wurde. Näheres fand ich im Kernel Log (kern.log.0) zur Bootzeit (ca. 14 Sekunden nach Systemstart):
iwlagn: Intel(R) Wireless WiFi Link AGN driver for Linux, 1.3.27ks
iwlagn: 0000:04:00.0: PCI INT A -> GSI 17 (level, low) -> IRQ 17
iwlagn: 0000:04:00.0: setting latency timer to 64
iwlagn: Detected Intel Wireless WiFi Link 4965AGN REV=0x4
iwlagn: Tunable channels: 13 802.11bg, 19 802.11a channels
iwlagn: 0000:04:00.0: irq 2297 for MSI/MSI-X

Und dann später wieder (vermutlich nach dem Login, ca. 284 Sekunden nach dem Booten):
iwlagn: 0000:04:00.0: firmware: requesting iwlwifi-4965-2.ucode
ADDRCONF(NETDEV_UP): wlan0: link is not ready

Über 10 Minuten nach dem Bootvorgang (bei 612 Sekunden) wurde dann das WLAN erkannt und mit dem Access Point verbunden. Das erscheint mir nicht realistisch, denn zu diesem Zeitpunkt müsste ich bereits einige Emails abgerufen haben und mindestens eine Webseite besucht haben. Der erste segfault ist im Kernel Log bei 678 Sekunden, dann 938 Sekunden und nochmals bei 1012 Sekunden eingetragen.

Bei Sekunde 2452 haber ich dann den WLAN-Schalter betätigt, was auch im Kernel Log mit den Meldungen
iwlagn: TX Power requested while scanning!
iwlagn: Radio Frequency Kill Switch is On:
Kill switch must be turned off for wireless networking to work
belegt ist. Der sogenannte “Kill switch” scheint also der hardwareseitige Schalter zum Ein- und Ausschalten des  WLANs zu sein.

Falls irgendjemand was damit anfangen kann, hier ist noch die Ausgabe von hwinfo –wlan:
06: PCI 400.0: 0282 WLAN controller
[Created at pci.314]
UDI: /org/freedesktop/Hal/devices/pci_8086_4230
Unique ID: y9sn.146MqY+fkf3
Parent ID: qTvu._Y5kuEY+GiC
SysFS ID: /devices/pci0000:00/0000:00:1c.1/0000:04:00.0
SysFS BusID: 0000:04:00.0
Hardware Class: network
Model: "Intel Lenovo ThinkPad T61"
Vendor: pci 0x8086 "Intel Corporation"
Device: pci 0x4230 "PRO/Wireless 4965 AG or AGN Network Connection"
SubVendor: pci 0x8086 "Intel Corporation"
SubDevice: pci 0x1111 "Lenovo ThinkPad T61"
Revision: 0x61
Driver: "iwlagn"
Driver Modules: "iwlagn"
Device File: wlan0
Features: WLAN
Memory Range: 0xf8000000-0xf8001fff (rw,non-prefetchable)
IRQ: 2297 (no events)
HW Address: 00:1d:e0:55:0c:bb
Link detected: yes
WLAN channels: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 36 40 44 48
WLAN frequencies: 2.412 2.417 2.422 2.427 2.432 2.437 2.442 2.447 2.452 2.457 2.462 2.467 2.472 5.18 5.2 5.22 5.24
WLAN encryption modes: WEP40 WEP104 TKIP CCMP
WLAN authentication modes: open sharedkey wpa-psk wpa-eap
Module Alias: "pci:v00008086d00004230sv00008086sd00001111bc02sc80i00"
Driver Info #0:
Driver Status: iwlagn is active
Driver Activation Cmd: "modprobe iwlagn"
Config Status: cfg=new, avail=yes, need=no, active=unknown
Attached to: #19 (PCI bridge)

Die Ausgabe von lsmod | grep iwl:
iwlagn 100228 0
iwlcore 93184 1 iwlagn
led_class 12036 1 iwlcore
mac80211 217208 2 iwlagn,iwlcore
cfg80211 38032 3 iwlagn,iwlcore,mac80211

Und die Ausgabe von dmesg | grep iwl:
[ 14.291685] iwlagn: Intel(R) Wireless WiFi Link AGN driver for Linux, 1.3.27ks
[ 14.291688] iwlagn: Copyright(c) 2003-2008 Intel Corporation
[ 14.291758] iwlagn 0000:04:00.0: PCI INT A -> GSI 17 (level, low) -> IRQ 17
[ 14.291766] iwlagn 0000:04:00.0: setting latency timer to 64
[ 14.291841] iwlagn: Detected Intel Wireless WiFi Link 4965AGN REV=0x4
[ 14.330567] iwlagn: Tunable channels: 13 802.11bg, 19 802.11a channels
[ 14.330636] iwlagn 0000:04:00.0: irq 2297 for MSI/MSI-X
[ 14.356955] phy0: Selected rate control algorithm 'iwl-agn-rs'
[ 31.190050] iwlagn 0000:04:00.0: firmware: requesting iwlwifi-4965-2.ucode
[ 32.655080] Registered led device: iwl-phy0:radio
[ 32.655107] Registered led device: iwl-phy0:assoc
[ 32.655131] Registered led device: iwl-phy0:RX
[ 32.655162] Registered led device: iwl-phy0:TX

Kommentare
Keine Kommentare »
Kategorien
Laptop, Ubuntu 9.04 Desktop, Ungelöst
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

Upgrade auf 9.04

Thomas | 29. April 2009

Das Upgrade von Ubuntu 8.10 auf 9.04 auf meinem Laptop schien problemlos zu funktionieren. Die Installation fragte sogar nach weniger Details als beim letzten Upgrade. Doch nach dem Neustart ist es dann passiert: Kernel Panic. Bisher habe ich das bei Ubuntu noch nie vorher gesehen, diesmal war es deutlich: die Taste für Num-Lock blinkte, nichts ging mehr.
Das Ausschalten des Rechners und Wiedereinschalten zeigte: größere Schäden sind zum Glück nicht geblieben. Ich wählte vorsichtshalber eine ältere Version des Kernels aus, da ein Kernel Panic wohl vom Kernel kommen muss… Damit bootete Ubuntu dann auch. Das Booten ging nicht so schnell voran, wie erwartet – schließlich waren bis zu 30% kürzere Bootzeiten angegeben. Da es sich um den ersten richtigen Start handelte, gehe ich mal davon aus, dass Ubuntu die Installation irgendwie noch vervollständigte.
Ich war sicher, dass Ubuntu irgendwo die Ursache des Kernel Panic abspeichern würde. Ein guter Ansatz sind die Logdateien unter /var/log. Darunter speziell das Kernel Log. Hier wurde ich dann auch fündig:

[...946] BUG: unable to handle kernel NULL pointer dereference at 00000000
[...949] IP: [<00000000>] 0x0
[...953] *pde = 00000000
[...956] Oops: 0000 [#1] SMP
[...958] last sysfs file: /sys/devices/LNXSYSTM:00/device:00/PNP0A08:00/device:2e/ACPI0003:00/power_supply/ACAD/online
[...962] Dumping ftrace buffer:
[...964] (ftrace buffer empty)
[...966] Modules linked in: binfmt_misc ppdev bridge stp bnep vboxnetflt vboxdrv
input_polldev joydev sbp2 lp parport snd_hda_intel snd_pcm_oss snd_mixer_oss
snd_pcm arc4 ecb snd_seq_dummy snd_seq_oss snd_seq_midi snd_rawmidi
snd_seq_midi_event iwlagn iwlcore uvcvideo snd_seq snd_timer snd_seq_device
compat_ioctl32 psmouse led_class snd nvidia(P) videodev mac80211 sdhci_pci
soundcore usbhid video pcspkr intel_agp agpgart serio_raw btusb v4l1_compat
sdhci snd_page_alloc iTCO_wdt iTCO_vendor_support cfg80211 output ohci1394
ieee1394 tg3 fbcon tileblit font bitblit softcursor
[...004]
[...007] Pid: 1645, comm: iwlagn/0 Tainted: P (2.6.28-11-generic #42-Ubuntu) 0769BPG
[...010] EIP: 0060:[<00000000>] EFLAGS: 00010292 CPU: 0
[...013] EIP is at 0x0
[...015] EAX: 00000000 EBX: 00000000 ECX: f63b0e80 EDX: f63b0e80
[...017] ESI: f63b0e80 EDI: 00000000 EBP: 00000000 ESP: f5eff188
[...020] DS: 007b ES: 007b FS: 00d8 GS: 0000 SS: 0068
[...022] Process iwlagn/0 (pid: 1645, ti=f5efe000 task=f62bb240 task.ti=f5c1c000)
[...024] Stack:
[...025] 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000
[...030] 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000
[...036] 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000
[...042] Call Trace:
[...050] Code: Bad EIP value.
[...053] EIP: [<00000000>] 0x0 SS:ESP 0068:f5eff188
[...059] ---[ end trace bd792830be7f893d ]---

Leider sagt mir das gar nichts, außer dass die Werte nicht sonderlich gut aussehen. Alles sieht nach Null-Pointern aus… Wohin müsste ich den Bug berichten?

Kommentare
Keine Kommentare »
Kategorien
Laptop, Ubuntu 9.04 Desktop
Tags
Jaunty Jackalope, Ubuntu 9.04, Update
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

Tastenkombinationen optimieren

admin | 1. January 2009

Ich hatte mich unter Windows bereits an die Benutzung der Windows-Taste gewöhnt. Windows+D zur Anzeige des Desktops und andere Kleinigkeiten habe ich nun versucht unter Ubuntu nachzubasteln.

Zunächst wird unter Ubuntu die Windows-Taste wie eine richtige Taste behandelt und nicht wie eine Modifizierer-Taste (wie z.B. Shift oder Strg). Das lässt sich jedoch System/Einstellungen/Tastatur ändern. Dort wählt man “Other Options” (Ubuntu 8.10) bzw. “Belegungseinstellungen” (Ubuntu 8.04). Dort öffnet man die Ansicht “Alt/Win key behaviour” und wählt “Hyper is mapped to the Win-Keys”.

Jetzt kann man unter System/Einstellungen/Tastenkombinationen Tasttenkombinationen vergeben und dabei die Windows-Taste verwenden. Wenn man das ohne die vorherige Änderung durchführt erscheint schon beim Druck auf die Windows-Taste der Eintrag “Super L” und die Festlegung ist schon beendet. Ist “Hyper” aktiv wartet Ubuntu auf den Druck einer zusätzlichen Taste, so dass Tastenkombinationen verwendet werden können.

Auf diese Weise lassen sich schon einmal folgende Tastenkombinationen aktivieren, die unter Windows standardmäßig so belegt sind:
Desktop anzeigen (Win+D) = Fenstermanagement / Alle Fenster verbergen und den Desktop fokussieren
Ausführen (Win+R) = Desktop / Den “Anwendung ausführen” Dialog des Panels anzeigen
Bildschirm sperren (Win+L) = Desktop / Bildschirm sperren
Explorer (Win+E) = Desktop / Persönlicher Ordner
Suchen (Win+F) = Desktop / Suchen

Jetzt gibt es an meinem Lenovo 3000 N200 noch Fn-Tastenkombinationen, die zwar unter Windows etwas bewegen, unter Ubuntu jedoch nichts tun. Das ist zum Beispiel die Fn+F5 Taste, die unter Windows eine Auswahl von WLAN Access Points anzeigt. Eine Analyse mittels sudo showkey von einem reinen Textterminal (z.B. Strg+Alt+F1) zeigt, dass diese Taste den Keycode 238 hat. Ob weiterführend diesem Keycode ein X Event zugeordnet ist erfährt man mit xev (X event tester). Es sollte von einer Konsole gestartet werden, damit man die Ausgabe sehen kann. Dort erfährt man, dass das Event XF86WLAN heißt.

Diese Taste möchte ich zum Leben erwecken. Zunächst möchte ich mit dieser Taste das Ethernet (LAN) abschalten. Dazu öffne ich den Konfigurationseditor gconf-editor und setze folgende Einstellungen:
/apps/metacity/keybinding_commands/command_1 = sudo ifconfig eth0 down
/apps/metacity/global_keybindings/run_command_1 = XF86WLAN
Das gibt Ubuntu zu verstehen, dass beim Auftreten des X Events XF86WLAN, welches beim Druck der Taste Fn+F5 ausgelöst wird, das Kommando sudo ifconfig eth0 down ausgeführt werden soll.

Jetzt benötigt dieser Aufruf leider ein Passwort, so dass das Kommando nicht erfolgreich ausgeführt werden kann, wenn die Taste gedrückt wird. Da muss man noch ein bisschen Nacharbeit leisten: mit dem Gruppenmanager (System/Systemverwaltung/Benutzer und Gruppen) oder alternativ auf der Konsole mit sudo nano /etc/group erstellt man eine eigene Gruppe für die Tastatur, z.B. mit dem Namen specialkeyuser. Dieser Gruppe fügt man den Benutzer hinzu, der diese Tastenkombination ausführen können soll. Spätestens jetzt muss man aber wieder einmal die Konsole bemühen, um mit sudo nano /etc/sudoers einen Eintrag zu erstellen, der der Gruppe specialkeyuser das Recht einräumt, sudo für ifconfig aufzurufen, ohne das Passwort einzugeben. Der Eintrag dafür lautet %specialkeyuser ALL=(ALL) NOPASSWD: /sbin/ifconfig.

Jetzt kann ich mit Fn+F5 den Ethernet-Adapter abschalten. Nur einschalten nicht… Dazu braucht man ein kleines Skript, welches den Adapterstatus prüft und abhänging davon den Netzwerkadapter ein- bzw. ausschält. Das könnte z.B. so aussehen:
#!/bin/bash
if [ `ifconfig | grep eth0 | wc -l` = "1" ]; then
sudo ifconfig eth0 down
else
sudo ifconfig eth0 up
fi

Zunächst wird mit ifconfig der Status aller Netzwerkkarten ausgegeben. Dann wird mit grep nach der Netzwerkkarte eth0 gesucht. Mit wc -l werden die übrig gebliebenen Zeilen gezählt. Ist die Anzahl 1, ist der Adapter gerade aktiv und muss beendet werden. Ist die Anzahl Zeilen 0, ist der Adapter nicht aktiv und muss gestartet werden. Das Skript habe ich unter dem Namen network.sh in meinem Home-Verzeichnis abgelegt mit mit chmod +x ausführbar gemacht. Zu guter letzt muss ich anstelle des bisherigen Eintrags mein kleines Skript ablegen:
/apps/metacity/keybinding_commands/command_1 = /home/user/network.sh

Hyper Key
Tastatureinstellungen
X Event Tester

Randbemerkungen:
Das Shell-Skript ist vermutlich nicht sonderlich robust. Vergibt man beispielsweise mehrere IP-Adressen pro Netzwerkadapter, so gibt es den Anschluss eth0 mehrfach und das Skript würde das Zählen von Zeilen nicht mehr richtig machen. Für ein einfaches Laptop ohne Serverbetrieb sollte das Skript aber ausreichen.

Kommentare
1 Kommentar »
Kategorien
Einrichtung, Laptop, Programmieren, Tipps, Ubuntu 8.04 Desktop, Ubuntu 8.10
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

Ubuntu 8.10 x64 Installation

admin | 3. December 2008

Da das CD-Laufwerk meines alten Laptops defekt ist und der Laptop für die Arbeit ohnehin zu schwerfällig geworden ist, habe ich ein Lenovo 3000 N200 besorgt, welches einerseits für seine gute Ubuntu Unterstützung und andererseits durch das gute (jedoch spiegelnde) Display bekannt ist.

Zunächst habe ich die Live-CD gestartet, um zu prüfen, welche Hardware Ubuntu 8.10 erkennt – oder auch nicht. Das Live-System hat gebootet, doch bereits die Einrichtung des WLANs war nicht möglich. So muss ich wohl bei der Installation auf deutsche Sprache verzichten. Die Festplatten vom vorinstallierten Windows Vista werden mir angezeigt und ich kann lesend und schreibend darauf zugreifen. Das System-Menü ist nicht übersetzt: Applications, Places, System heißen immer noch so, obwohl das Live-Ubuntu ganz zu Anfang die Sprache schon wissen wollte.

Die Installation startet zunächst im bekannten Stil und bietet mir die Auswahl der Landeseinstellungen an. Im Schritt 4 von 7 (Partition) werden allerdings keine Partitionen angezeigt. Mit dem “Zurück” Button komme ich nicht zurück und der “Vor” Button meint, ich habe keine Partition ausgewählt. Das ist richtig, aber wie hätte ich das auch auswählen sollen? Noch während ich ein Partitionierungstool suche, stürzt “ubiquity” unerwartet ab. Ich verzichte mangels Internetverbindung, den Problemreport abzuschicken.

Den Laptop starte ich neu, ich möchte die Installationsvariante direkt von CD probieren.

Dort erwartet mich ein neues Tool zum Partitionieren, mit dem ich die Festplattengröße von Windows Vista mit einem Schieberegler komfortabel ändern kann. Nach der Änderung mit Schieberegler weist Ubuntu mich darauf hin, dass das Ändern der Größe eine lange Zeit dauern kann. Dies möchte ich nicht, denn schließlich soll Vista komplett verbannt werden. Daher wähle ich “Geführt, verwende vollständige Festplatte”. Seltsamerweise erscheint sofort eine Fortschrittsanzeige, welche die Partitionsgröße ändert – keine Warnung, kein Hinweis auf einen längerwährenden Prozess. Man beachte, dass ich den “Vor” Schalter noch nicht betätigt habe.

Der Fortschrittsbalken bewegt sich über längere Zeit nicht, schon eine geschätzte halbe Stunde steht er bei 0%. Zwischendurch springt immer wieder der Bildschirmschoner an. Eine weitere Bedienung ist nicht möglich. Das Fenster im Vordergrund lässt sich zwar Verschieben, hat aber keine Buttons, mit denen man den Vorgang abbrechen könnte. Ebenfalls lässt sich das darunter liegende Fenster nicht bedienen.

Nach knapp einer Stunde meldet sich Ubuntu wieder. Ich darf meinen Namen eingeben und danach einen Vista Benutzer importieren. Wie das möglich ist, wundert mich sehr, da ich doch die gesamte Platte für Ubuntu verwenden wollte. Danach legte die Installation los und war auch schnell fertig. Ein Neustart brachte Verwirrung: Windows Vista alias Longhorn wurde im Bootmenü zur Auswahl angeboten. Ich habe den Verdacht, dass doch nicht die gesamte Partition von Ubuntu verwendet wurde, sondern die nicht erwünschte Verkleinerung stattgefunden hat.

Abgesehen davon hat die Installation funktioniert. Das WLAN läuft jetzt, nachdem ich meinem DSL-Router die neue MAC-Adresse beigebracht habe. Treiber für die NVidia Grafikkarte wurden mir vom Hersteller angeboten. Diese habe ich jetzt mal installiert.

Nicht geklappt hat der Export von installierten Softwarepaketen von Ubuntu 8.04 nach 8.10. Die Funktion gibt es wohl, allerdings muss man die Liste vor der Installation der Pakete als Shell-Skript exportieren. Das wusste ich damals natürlich noch nicht und kann jetzt nicht auf eine derartige Liste zurückgreifen. Daher installiere ich die Anwendungen manuell, was ein bisschen Zeit kostet. Der anschließende Download der selektierten Komponenten dauert abermals 45 Minuten (DSL 2000).

Für Ubuntu x64 scheint es das Tool Wink (zum Aufzeichnen von Präsentationen) und das Java Plugin (für Mozilla-Browser) nicht zu geben. Es erscheint lediglich der Hinweis, dass diese Varianten in amd64-Konfiguration nicht vom Hersteller bereitgestellt werden. Ich bin ja gespannt, was ich ohne Java im Web alles nicht machen kann.

—

Einige Tage später sieht die Situation so aus: Windows XP (32 Bit) ist installiert, Ubuntu 8.10 (ebenfalls 32 Bit) habe ich parallel installiert. So kann ich das Java Plugin nutzen und Ubuntu bedient sich wie zuvor. Jetzt muss ich noch die Daten vom alten auf den neuen Laptop umziehen lassen. Ob das so reibungslos klappt?

Kommentare
Keine Kommentare »
Kategorien
Installation, Laptop, Ubuntu 8.10
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

Neues Laptop und Ubuntu 8.10

admin | 9. November 2008

Heute wollte ich mein neues Laptop in Betrieb nehmen. Das stellt mich vor größere Probleme, als ursprünglich angenommen. Es fängt schon bei Windows an: das vorinstallierte Windows Vista möchte ich nicht behalten, stattdessen soll eine Dual-Boot-Installation von Ubuntu 8.10 und Windows XP zum Einsatz kommen.

Zunächst muss also Windows XP installiert werden. Eine XP CD mit Service Pack 2 verweigert allerdings die Installation, weil es keine Festplatte findet. Grund: auf der CD sind keine SATA-Treiber enthalten. Also muss ich wohl zu nLite greifen und mir eine eigene CD zusammenstellen. In diesem Fall integriere ich natürlich gleich das Service Pack 3.

Dann stellt sich mir die Frage, ob ich die 64-Bit oder die 32-Bit Variante von Ubuntu installieren soll. Grundsätzlich sollte der Dual-Core Prozessor 64 Bit unterstützen. Ob Ubuntu dann noch die gesamte Hardware erkennt? Noch weiß ich es nicht, denn der Weg zu Windows XP wird mich vielleicht den Abend kosten.

Kommentare
Keine Kommentare »
Kategorien
Installation, Laptop, Ubuntu 8.10
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

Sound abstellen

Thomas | 27. January 2008

Ich habe unter Ubuntu auf meinem Laptop (ggf. auch auf dem PC – ich habs dort noch nicht ausprobiert) das Problem, dass sich der Sound nicht zuverlässig ausschalten lässt.

Reproduzieren lässt sich dies sehr einfach mit einem Spiel.
1. Ubuntu starten, Ton des Master-Reglers auf stumm stellen plus Lautstärke auf Null.
2. Ein Spiel starten, z.B. Frozen Bubble 2.
Problem: das Spiel läuft mit Sound.
Wie kann ich den Sound tatsächlich ausschalten? Wenn ich den Master-Regler ausschalte, erwarte ich, dass mein Laptop keinen einzigen Mucks von sich gibt.

Ein weiteres Problem tritt auf, wenn beim Laptop der Sound mit den Sondertasten verändert werden soll.
Reproduzieren:
1. Ich drücke auf meinem Laptop die FN-Taste und das Symbol für Lautsprecher ein/ausschalten bzw. für die Laustärke.
2. Es erscheint ein kleines Fenster auf dem Bildschirm, das den Status anzeigt, d.h. ein Lautsprecher (ein/aus) und ein Fortschrittsbalken für die Lautstärke.
Problem: Der Inhalt des kleinen Fensters stimmt nicht mit dem Inhalt im Statusbereich überein. Wie stelle ich Ubuntu ein, dass der Status des kleinen Fensters (Drücken der FN-Taste) mit dem Status im Statusbereich übereinstimmt?

Insgesamt halte ich die beiden Probleme zusammen für ein großes Akzeptanzproblem. Unter Windows funktioniert das einwandfrei. Ich persönlich bleibe natürlich bei Ubuntu, aber für einen skeptischen Umsteiger dürfte das ein gefundenes Fressen sein, um die Argumentation “Unter Linux funktioniert alles nicht so wie es soll” zu untermauern.

Update 4. April 2008

Nach dem Kommentar von Flo habe ich mich doch noch einmal mit dem Sound unter Ubuntu beschäftigt. Dabei ist mir erst einmal aufgefallen, dass ich meines Wissens zwar nur eine Hardware installiert habe (nämlich für die Lautsprecher am PC), die Lautstärkeregelung jedoch in zwei unterschiedlichen Mixern erfolgt.

Wenn ich das Symbol für Lautstärkeregelung unter Ubuntu doppelklicke, erscheinen mehrere Regler. Im Menü “Datei” gibt es den Eintrag “Gerät wechseln”. Dort kann ich wählen, ob ich die Regler von “Intel 82801DB-ICH4 (Alsa mixer)” oder “VIA Technologies VIA1612A (OSS mixer)” sehen möchte.

Wenn ich z.B. das Spiel “Frozen Bubbles” starte, lassen sich die Auswirkungen der Regler gut beobachten. Um den Ton komplett auszuschalten muss ich die beiden Regler “Master” und “Master Mono” des Intel-Alsa-Mixers auf Null setzen. Nur einen der beiden Regler zu bedienen bringt keinen Erfolg. Dadurch verändert sich lediglich irgendeine räumliche Komponente. Alternativ kann ich den PCM-Kanal abregeln (das dürfte aber dann keine Auswirkung globale Auswirkung haben, so dass z.B. MIDI weiterhin abgespielt wird).

Betätige ich die FN-Tasten des Laptops, erfolgt weder eine Veränderung im Intel Mixer, noch im Via Mixer. Alles bleibt unverändert. Sollten die Tasten lediglich falsch zugeordnet sein, kann man diese übrigens unter System/Einstellungen/Tastenkombinationen korrigieren. Das ist aber nicht mein Problem, denn das eingeblendete Statusfenster entspricht ja eigentlich dem, was ich erreichen möchte.

Kommentare
2 Kommentare »
Kategorien
Einrichtung, Hardware, Laptop, Ubuntu 7.10 Desktop, Ungelöst
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

Beamer mit Ubuntu betreiben

Thomas | 11. December 2007

Zunächst wollte mein Laptop mit Ubuntu nicht so richtig schöne Ausgaben am Beamer erzeugen. In der Standardkonfiguration zeigte mein Laptop ein schönes Bild (physikalisch 1280*800 Pixel), der Beamer (physikalisch 1024*768 Pixel) gab den gleichen Inhalt nur stark verzerrt wieder.

Dass die Konfiguration mit den mitgelieferten grafischen Oberflächen vermutlich in dieHose geht, habe ich mir schon gedacht. Dennoch erhoffte ich mir eine Änderung der xorg.conf, so dass ich Anregungen bekomme, wieich die Datei manuell am besten einrichte, damit der Beamer in seiner nativen Auflösung betrieben wird.

Zunächst muss man einsehen, dass man 2 Grafikkarten (zumindest 2 Ausgänge), 2 Monitore und 2 Bildschirme (Screens) konfigurieren hat. Um das ganze besser zu verstehen, sollte man sich einfache Namen für die Geräte ausdenken.

Zunächst sind da die Grafikkarten, von denen man 2 Stück anlegt:
Section “Device”
Identifier “ATI for Laptop”
…
Screen 0
…
EndSection
Section “Device” #
Identifier “ATI for Beamer”
…
Screen 1
…
EndSection

Als Vorlage bedient man sich der vorhandenen Grafikkarte, von der man eine Kopie anfertigt. Wichtig ist die zusätzliche Raute (#), der geänderte Name und die andere Screen-Nummer.

In ähnlicher Manier legt man zwei Monitore an. Im einfachsten Fall unterstützt der Monitor DPMS, so dass man diese beiden Monitor-Definitionen nur kopieren braucht:

Section “Monitor”
Identifier    “Laptop Monitor”
Option        “DPMS”
EndSection

Section “Monitor” #
Identifier    “Beamer Monitor”
Option        “DPMS”
EndSection

Ich denke, die Idee wird langsam klar… Was man jetzt noch benötigt, ist ein Screen für jeden Monitor.

Section “Screen”
Identifier    “Laptop Screen”
Device        “ATI for Laptop”
Monitor        “Laptop Monitor”
Defaultdepth    24
SubSection “Display”
Modes        “1280×800”
EndSubSection
EndSection

Section “Screen” #
Identifier    “Beamer Screen”
Device          “ATI for Beamer”
Monitor         “Beamer Monitor”
Defaultdepth    24
SubSection “Display”
Modes           “1024×768”
EndSubSection
EndSection

Wichtig ist hier, dass alle Laptop-Geräte zusammen verwendet werden und alle Beamer-Geräte.

Am Ende fehlt noch, wie die Bildschirme zueinander ausgerichtet sind.

Section “ServerLayout”
Identifier    “Default Layout”
screen 0 “Laptop Screen” 0 0
screen 1 “Beamer Screen” rightof “Laptop Screen”
…
EndSection

Section “ServerFlags”
…
Option “Xinerama” “true”
EndSection

Und schon hat man einen zusammenhängenden Desktop, der links am Laptop anfängt und rechts beim Beamer weitergeht…

Kommentare
Keine Kommentare »
Kategorien
Hardware, Installation, Laptop, Tipps, Ubuntu 7.10 Desktop
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

Festplatte schützen

Thomas | 25. November 2007

Es scheint, als sollte ein Ubuntu Laptop-Nutzer seine Festplatte manuell etwas schützen. Ubuntu hat wohl einen Bug bei der ACPI Unterstützung, der die Festplatte viel zu häufig schlafen legt. Das tut einer Festplatte nicht so gut, sie kann maximal 600.000 Mal schlafen gelegt werden.

Das Problem tritt wohl nur im Batteriebetrieb auf. Ab einer Summe von ca. 130 Tagen Batteriebetrieb ist die o.g. Anzahl aber bereits überschritten.

Es gibt jedoch Abhilfe, die (wie immer in komplizierten Situationen) am besten von der Konsole (Terminal) ausgeführt wird.

Schritt 1: Ermitteln der betroffenen Festplatte
a) nano /etc/fstab
b) Nachsehen, welche Festplatten es gibt. In einem Laptop gibt es üblicherweise nur eine Festplatte mit mehreren Partitionen (etx3 und swap). Es genügt IMHO, die ext3-Platte anzugeben. Im Beispiel ist dies die Festplatte /dev/sda3.

FSTab

Schritt 2: Abhilfe schaffen
a) sudo touch /etc/acpi/suspend.d/99-hdd-spin-fix.sh
b) sudo nano /etc/acpi/suspend.d/99-hdd-spin-fix.sh
c) Inhalt einfügen (/dev/sda3 durch den ermittelten Namen ersetzen):
#!/bin/sh
hdparm -B 224 /dev/sda3
d) Strg+O (Speichern), Strg+X (Verlassen)
e) sudo cp /etc/acpi/suspend.d/99-hdd-spin-fix.sh /etc/acpi/resume.d/
f) sudo cp /etc/acpi/suspend.d/99-hdd-spin-fix.sh /etc/acpi/start.d/
Wer Auskunft haben möchte, ob die Festplatte denn nun schon arg am Limit ist, der kann mit den smartmontools (Synaptics Paketname) feststellen, wie hoch die Zahl denn schon gestiegen ist.

SmartmonTools installieren

Auf der Konsole führt jetzt das Kommando “sudo smartctl -a /dev/sda3 | grep Load_Cycle_Count” zu einer Ausgabe. Der letzte Wert ist derjenige, der 600.000 nicht übersteigen sollte.

Load_Cycle_Count ermitteln

Kommentare
2 Kommentare »
Kategorien
Laptop, Tipps, Ubuntu 7.10 Desktop
RSS Kommentare RSS Kommentare
Trackback Trackback

« Previous Entries

Suche

Kategorien

  • Bugs
  • Desktop
  • Einrichtung
  • Ersatz
  • Hardware
  • Installation
  • Internet
  • Laptop
  • Programmieren
  • Software
  • Sonstiges
  • Tipps
  • Ubuntu
  • Ubuntu 10.4 Desktop
  • Ubuntu 7.10 Desktop
  • Ubuntu 7.10 Server
  • Ubuntu 8.04 Desktop
  • Ubuntu 8.04 Server
  • Ubuntu 8.10
  • Ubuntu 8.10 Server
  • Ubuntu 9.04 Desktop
  • Ubuntu 9.10 Desktop
  • Ungelöst
  • USB
  • Website

Computed Cloud

64 Bit ATI Backup Bug Community CPU Auslastung Datensicherheit Deep sleep Desktop Drucker Duplexdruck Email Evolution Excel Festplatte Formatieren GNumeric Intrepid Ibex Jaunty Jackalope Karmic Koala Löschen LTS MagiColor Offline Online Patch Reboot Schreibfehler Sicherheitsupdate Support Suspend TNEF Tonerwechsel Ubuntu 8.10 Ubuntu 9.04 Ubuntu 9.10 Universe Update Upstart Verknüpfung Verschlüsselung Windows Windows 7 Winmail.dat Zirkuläre Referenz

Meine Seiten

  • WelliSolutions
rss RSS Kommentare valid xhtml 1.1 design by jide powered by Wordpress get firefox