Umstieg auf Ubuntu

Windows erfolgreich durch Ubuntu ersetzen.
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Windows 7 vs. Ubuntu 9.10 (Teil 3)

Thomas | 31. January 2010

Zurück bei Windows 7 64 Bit habe ich es geschafft, den Neustart nach dem Bluescreen zu verhindern. Die Bluescreen-Informationen zeigen STOP 0×00000116 (0xFFFFFA8005FE010, 0xFFFFF88003A12D9C, 0×0000000000000000, 0×0000000000000002) sowie den Namen des Treibers, nämlich atikmdag.sys. Es liegt also vermutlich ein Problem mit dem ATI Grafikkartentreiber vor. Das könnte stimmen, denn die eingebaute HIS 4350 benutzt einen ATI Radeon HD4350 Chip.

Der Bluescreen schlägt vor, dass ich im Abgesicherten Modus starten soll. Das mag unter normalen Umständen helfen, nicht jedoch während der Installation von Windows 7. Während der Installation meint Windows 7 “Die Installation konnte nicht im abgesicherten Modus abgeschlossen werden. Starten Sie den Computer neu, um die Windows-Installation fortzusetzen.” Auch eine Eingabeaufforderung ist nicht mit dem Bootmenü zu erreichen.

Plötzlich sieht das Bootmenü anders aus und es erscheint eine weitere Option “Anzeige mit niedriger Auflösung aktivieren (640×480)”. Das könnte vielleicht helfen, falls ein anderer Treiber zum Einsatz kommt – tut es aber nicht. Auch in diesem Modus ein Bluescreen.

Eine Google-Suche zeigt: das Problem trat auch bei einigen Vista 64 Bit Nutzern schon auf. Schade, dass Microsoft bzw. ATI es nicht geschafft haben, den Fehler bis Windows 7 zu beheben. Ein Nutzer schlägt vor, die betroffene Datei zu löschen. Hierzu bootet er selbst eine Parallelinstallation von Windows Vista – die ich allerdings nicht zur Verfügung habe.

Stattdessen boote ich von DVD, wähle “Computerreparaturoptionen”, danach die defekte Windows 7 Installation und weiter die Eingabeaufforderung. Windows 7 legt eine Partition mit 100 MB für Systemzwecke an, die auf meinem System den Laufwerksbuchstaben C: bekommen hat. Die Windows-Partition selbst hat D: bekommen. Der betroffene Treiber liegt im Verzeichnis D:\Windows\System32\Drivers – soll das etwa heißen, dass es sich um einen 32 Bit Treiber handelt? Dann ist es vermutlich nicht weiter verwunderlich, dass er nicht funktionert. Den Treiber benenne ich einfach um und starte den PC neu.

Windows meldet sich jetzt mit “Der Computer wurde unerwartet neu gestartet, oder ein unerwarteter Fehler ist aufgetreten. Die Windows-Installation kann nicht fortgesetzt werden. Klicken Sie auf ‘Ok’, um den Computer neu zu starten, und führen Sie die Installation dann erneut aus.”

Andere Nutzer berichten, dass es ein Problem bei der Verwaltung von viel Speicher gibt. Also entferne ich zwei Speicherriegel, so dass der Systemspeicher nur noch 2 GB beträgt. Siehe da: Windows 7 lässt sich installieren. Gleich nach der Installation flackert kurz der Bildschirm und Windows meldet, dass es ein wichtiges Update installiert hat. Wenig verwunderlich handelt es sich um ein ATI Treiber Update.

Viel geholfen hat es allerdings nicht. Sobald ich wieder auf 6 GB aufrüste erinnert mich ein Bluescreen freundlich daran, dass ich den Speicher lieber wieder entfernen soll. Auch 4 GB, die ja noch mit 32 Bit-Pointern direkt adressierbar wären, gefallen dem ATI Treiber nicht.

Kaum mache ich mich auf die Suche nach Verbesserungen, springt mich Windows 7 schon an und meint, es wäre unbeabsichtigt beendet worden und könnte online nach einer Lösung suchen. Gefunden hat es aber nichts. Meine manuelle Suche bringt mich ein Stück weiter. Obwohl ich erst bei der Installation von Windows XP 64 Bit ein BIOS Update meines Motherboards durchgeführt habe, gibt es eine neue Version vom 24.12.2009. Außerdem installiere ich das ATI Catalyst Control Center, welches explizit für Windows 7 64 Bit ausgeschrieben ist.

Mit dieser Software-Konfiguration bin ich in der Lage 4 GB RAM in den PC einzubauen, wovon 3,25 GB nutzbar sind.

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64 Bit, ATI, Bluescreen, Windows 7
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Upgrade nach Ubuntu 9.10

Thomas | 8. November 2009

Ein halbes Jahr ist vorüber und Ubuntu 9.10 wurde wie erwartet zur Verfügung gestellt. Mistrauisch wie ich bin, habe ich wie immer ein Backup erstellt. Eigentlich eine gute Sache, denn so habe ich wenigstens einen festen Rhythmus, in dem ich Backups erstelle. Ob das Release nun Karmic Koala heißt oder nicht, ist mir völlig schnuppe, ebenso ob sich der Boot-Screen jetzt wieder geändert hat, oder gleich geblieben ist.
Wichtig sind mir andere Dinge: das Update muss problemlos installiert werden können, installierte Anwendungen müssen weiterhin laufen und hoffentlich sind ein paar Bugs behoben oder es wurde irgendwo die Performance gesteigert. Nun, wurden meine Erwartungen erfüllt?
Zunächst meldet das Update, dass es die Paketquellen von Drittanbietern deaktiviert hat und dass ich diese nach der Installation wieder aktivieren kann. Schade eigentlich, dass es die Paketquellen nicht selbst wieder aktiviert. Die zweite Meldung besagte auf meinem System, dass der Support für einige Anwendungen eingestellt wurde, ich aber immer noch Support von der Community erhalten könnte. Die Anwendungen würden im nächsten Schritt gelöscht, wenn ich nicht “Universe” aktiviert hätte. Schade eigentlich, dass es an diesem Punkt noch nicht feststellen konnte, dass ich “Universe” aktiviert habe, dann hätte ich die Meldung gar nicht gezeigt bekommen müssen.
Um ca. 14 Uhr startete die Installation und sagte eine Dauer von 1 Stunde 30 Minuten voraus. Nach dem Download von 500 Dateien war die Prognose dann jedoch schon bei 2 Stunden. Offenbar kommt auch kein Downloadmanager zum Einsatz, der parallel mehrere Dateien herunterlädt. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum die Downloadrate immer wieder einbricht. Da kam mir der Besuch gerade Recht, um die Zeit zu überbrücken.
Nach dem Download wieder eine Nachfrage, welche die Installation ins Stocken brachte. Eine dreiviertel Stunde später die nächste. So kommt der Installations-Prozess immer wieder zum Erliegen, die Installation verschleppt sich über mehrere Stunden. Das macht Windows inzwischen besser: die Installation verläuft ohne weitere Nachfragen, die Einrichtung und Konfiguration erfolgt zum Schluss.
Abgesehen davon lässt sich die Installation nur von Experten erledigen – auch wenn ein Laie Ubuntu bedienen kann. Ich stelle mir immer wieder vor, meine Lebenspartnerin hätte das Update durchgeführt. Wie oft hätte sie wohl angerufen, um Ubuntu zu aktualisieren?
Nicht nur beim Download, auch bei der Installation könnte Ubuntu parallelisieren. Es ist gut zu erkennen, dass nur ein Prozessor ausgelastet ist. Ich nehme an, dass sich von einander unabhängige Pakete auch parallel installieren lassen.
Dann kam das typische Sorgenkind: Virtualbox. Mehrfach taucht die Fehlermeldung auf, dass es sich um ein Problem in der Anwendung handelt, die das D-Bus System verwendet. Im Moment kann ich nicht sagen, ob die Installation geklappt hat, jedenfalls musste ich nicht manuell eingreifen.
Wenig später räumt Ubuntu auf: 193 Pakete können gelöscht werden, was angeblich mehrere Stunden in Anspruch nehmen soll. Diese Schätzung stellte sich als extrem pessimistisch heraus, als nach fünf Minuten diese Operation schon beendet war.

Beim Neustart der erste Schock: alles ist schwarz-weiß. Das rot-orange-gelbe Ubuntu Logo glimmt in weiß vor sich hin, aber offensichtlich soll das so sein. Natürlich ist auch mein schöner Anmeldebildschirm weg, ersetzt vom Standard-Ubuntu Anmeldeschirm. Dass der Bildschirm beim Start weniger flackern soll, wie in c’t 24/2009 beschrieben, kann ich nicht nachvollziehen. Mindestens 4 Mal habe ich ein Flackern bemerkt.
Außerdem ist die Installation zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen: ich werde freundlich darauf hingewiesen, dass die Sprachunterstützung noch nicht vollständig ist. Um das nachzuholen brauche ich drei Mausklicks und die Eingabe des Passworts. Warum wurde das nicht schon während der eigentlichen Installation erledigt, frage ich mich.
Ansonsten sieht man dem neuen Ubuntu die Änderungen an. Es ist trist geworden im neuen Ubuntu. Der Hintergrund ist nicht mehr so fröhlich sandig-bunt wie früher und die aufhellenden orangen Titelleisten wurden durch braun ersetzt. Die Icons im System-Tray sind flach und grau und sehen ein bisschen nach Windows Vista aus. Glücklicherweise lässt sich das Erscheinungsbild auf den bisherigen Standard zurücksetzen.
Ein kurzer Rundumblick: Evolution funktioniert noch. Da sich in meinem Spam-Ordner bereits 6500 Emails angesammelt hatten, führte ich eine Lösch-Orgie wie damals durch und mit dem gleichen Ergebnis. Während des Löschvorgangs ist Evolution nicht bedienbar, mindestens eine CPU 100% ausgelastet, manchmal beide.
Auffällig sind die Änderungen im neuen Software-Center. Die Beschreibungen vieler Programme sind nur auf Englisch verfügbar und nach wie vor fehlt die Möglichkeit, bereits installierte Programme auszublenden. Die Bewertung von anderen Benutzern (Sterne) gibt es auch nicht mehr, oder?

Ich vergleiche mal mit dem Artikel aus c’t 24/2009. Schneller booten mit Upstart: mag sein, dass es ein paar Sekündchen weniger lang gedauert hat. Diese Sekunden verliert ein Anwender locker wieder, wenn er nicht besonders gut Englisch kann und die nicht übersetzten Programme bedienen muss.
Neue Software: auch hier ist alles beim Alten. OpenOffice von Sun erfordert für einen Bugreport über das Hilfe-Menü eine Registrierung, sendet allerhand Daten und der Empfänger ist nicht Sun sondern das Canonical Launchpad. Wo Sun draufsteht ist also Canonical drin. Wer meint, er könne über die Bug-Report-Webseite von Sun Fehler melden, irrt sich gewaltig.
Palimpsest: ja, nett, sieht gut aus, brauche ich aber nicht. Seit Installation von Ubuntu 7.10 habe ich die Festplattenaufteilung nicht geändert und ich hab auch nicht vor, das zu tun.
Ubuntu One: Ich kann nicht nachvollziehen, wer seine Daten immer im Internet speichern will. Jedenfalls springt Canonical hier wohl auch auf. Ich finde, meine Daten sind im Internet nicht sonderlich gut aufgehoben. Immer und überall wird von Daten- und Identitätsklau berichtet…
Aktueller Kernel: der dürfte interessant sein, wenn dadurch wirklich Suspend To RAM oder Suspend To Disk funktionieren. Auch die vorübergehenden Flacker-Effekte im laufenden Betrieb (nicht während des Bootens, s.o.) könnten vielleicht aufhören.

Ich weiß, dass bei Ubuntu Brainstorm viele Leute ihre Meinung geäußert haben. Natürlich in Englisch. Und dennoch haben viele gefordert, dass die Übersetzung besser wird. Davon ist nicht viel zu spüren – ähnlich übrigens wie bei Windows XP 64 Bit, das selbst nach Installation der Sprachpakete den Internet Explorer in Englisch anzeigt.

Was meine Erwartungen angeht: das Update ließ sich installieren, ein unbedarfter Nutzer benötigt aber Hilfe. Die installierten Anwendungen funktionieren noch, sogar Moneyplex, welches beim Umstieg auf 9.04 einige Probleme bereitete. Sowohl Suspend To Disk als auch Suspend To RAM funktionieren bei mir gut. Ich bin zufrieden.

Rosarot
Englisch
Erscheinungsbild
Palimpsest
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Backup, Community, Evolution, Karmic Koala, Support, Suspend, Ubuntu 9.10, Universe, Update, Upstart
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Update Marathon: 8.04 auf 9.04 aktualisieren

admin | 29. May 2009

Ich hatte hier noch einen Rechner, der mit der Long-Term-Support Version 8.04 von Ubuntu ausgestattet war. Der Rechner wurde inzwischen durch einen Laptop ersetzt. Die Datenmigration hatte ich bereits vorgenommen. Der Rechner soll nun weitervermittelt werden. Dafür möchte ich Ubuntu 9.04 aufspielen.

Zuvor dachte ich mir: probier doch mal aus, wie sich ein Update von Ubuntu über zwei Versionen hinweg gestaltet.

Gedacht, getan: in den Optionen habe ich aktiviert, dass  die Versionsaktualisierungen angezeigt werden sollen, dann habe ich die Aktualisierungsverwaltung gestartet. Diese bot jedoch nur Version 8.10 als nächste Version an. Nach einem Download von ca. 2 Stunden (DSL 2000) ging die Installation los. Spät nachts (gegen 0:30 Uhr) hatte ich dann keine Lust mehr und habe den Rechner über Nacht weiterinstallieren lassen.

Dummerweise erschien zwischendurch eine Nachfrage zum Überschreiben einer Konfigurationsdatei, die die weitere Installation blockierte – ungeschickt. Hier wäre vielleicht ein Timeout angebracht, der nach einer gewissen Zeit, die Default-Antwort auswählt, eine Sicherungskopie der alten Datei anlegt und den Benutzer in einer Art Zusammenfassung informiert, was er noch tun muss.

Nach dieser Aktion war Ubuntu 8.10 dann jedoch auch komplett aktuell. Weitere Sicherheitsaktualisierungen mussten nicht mehr eingespielt werden.

Am Tag darauf wiederholte ich das Spiel für Ubuntu 9.04. Der Download dauerte diesmal 1 1/2 Stunden, die Installation zog sich dann aber wieder mehrere Stunden hin. Und wieder erschien eine Abfrage zum Ersetzen oder Beibehalten einer Datei. Also gab es noch keine Verbesserungen in dieser Hinsicht.

Jetzt wo der Rechner auf dem aktuellen Stand ist, werde ich ihn wohl komplett löschen und eine jungfräuliche Ubuntu 9.04 Installation aufsetzen. Schließlich will ich nicht riskieren, dass irgendwo persönliche Daten übrig geblieben sind. Der Upgrade-Marathon war ja auch nur ein Test, um zu wissen, wie ein solches mehrstufiges Upgrade abläuft.

Schön wäre sicherlich auch gewesen, direkt von 8.04 auf 9.04 zu aktualisieren. Na ja: Ubuntu hat auch noch seine Verbesserungsmöglichkeiten.

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Verschicken/Abrufen deaktiviert

admin | 27. May 2009

Während des Abrufens von Emails ist ein “MAC is in a deep sleep” Problem aufgetreten, wodurch ich den Rechner neustarten musste, während Evolution noch lief. Nach dem Neustart konnte Evolution zwar wieder gestartet werden, jedoch ist seither der Button “Verschicken/Abrufen” deaktiviert. Weiterhin konnte ich zwar Emails öffnen, aber der Inhalt war nicht vorhanden. Die Fehlermeldung hier “Inhalt der Nachricht konnte nicht abgerufen werden”. Und das obwohl ich eine Internetverbindung hatte.

Der Fehler war aber leicht gefunden: im Datei-Menü den Online-Modus aktivieren, schon klappte es wieder. Möglicherweise wurde in den Offline-Modus gewechselt, als ich die WLAN-Verbindung hardwareseitig abgeschaltet habe.

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iwlagn: MAC is in a deep sleep

admin | 26. May 2009

Heute hat Ubuntu die Festplatte geprüft, als ich Ubuntu startete. Die Zeit habe ich genutzt, um an einem anderen Rechner das Upgrade von Ubuntu 8.10 auf 9.04 vorzunehmen. Irgendwann war der Laptop dann auch so weit und ich begann Emails abzurufen, per WLAN versteht sich.

Doch dann passierte folgendes: der PC wurde immer träger, das Öffnen eines Links aus Evolution heraus wurde zur Geduldsprobe. Die CPU Auslastung, die bei mir in der oberen Leiste angezeigt wurde, blieb für beide Cores auf 800 MHz stehen. Die HDD LED (Lämpchen für die Festplatte) blieb auf Dauer-Ein.

Als irgendwann wirklich nichts mehr ging habe ich mit Strg+Alt+F1 ein Konsolenfenster geöffnet, was fast eine Minute in Anspruch nahm. Der erste Login schlug sogar fehl, weil die Aufforderung zur Eingabe des Passworts 60 Sekunden überschritt. Als ich es irgendwann schaffte, sah ich folgende Meldung auf dem Bildschirm:
iwlagn: MAC is in a deep sleep!
Was das genau heißen mag, musste ich nicht, aber dass der Rechner im Tiefschlaf war, habe ich auch so empfunden. Arbeiten war nicht möglich, lediglich ein beherztes sudo shutdown -r now ließ Hoffnung aufkommen. Die Aufforderung zur Eingabe des Passworts dauerte zwar wieder fast eine Minute, aber dann fuhr der Rechner tatsächlich runter.

In den Ubuntu Foren erfuhr ich, dass Lenovo T400 Nutzer dieses Problem wohl kennen. Eine Lösung wurde aber nicht angeboten. Ich bestätige den Fehler nun für ein Lenovo 3000 N200.

Nach dem Neustart meldete das Tracker Applet, dass während der Indizierung ein Fehler auftrat und der Index nun zerstört sei (”Index corrupted”). Gleichzeitig lag die Prozessorlast bei 100% auf beiden Kernen, die jetzt mit vollen 2,2 GHz getaktet waren. Immerhin reagierte der Rechner flüssig. Mit “Reindex all contents” versuchte ich zunächst, den Index zu retten. Das gelang nicht wirklich: die Frage tauchte mehrfach auf, gefolgt von genauso vielen Sicherheitsabfragen “Eine Indizierung kann sehr lange dauern. Wollen Sie das System neu indizieren?”. Das Festhalten der Esc-Taste für ca. 20 Sekunden löste das Problem und schloss geschätzte 200 Fenster dieser Art.

Die Prozessliste (ps -A) zeigte danach hohe CPU-Nutzung durch die Programme python, trackerd, dbus-daemon und tracker-indexer. Die CPU-Nutzung und Taktung verringerte sich nicht. Die Festplatten-Leuchte blinkte jedoch nicht, was bei einer aktiven Indizierung eigentlich zu erwarten gewesen wäre.

Dann tauchten die Abfragen wieder auf, so dass ich mittels ps -A | grep tracker alle Indizierungsprozesse ermittelte und mit kill tötete. Dadurch sank die CPU Last auf Null und die Taktung fiel auf 800 MHz.  Jetzt konnte ich mich endlich auf die Suche nach Meldungen im System machen.

Die Datei messages.0 lieferte erste Hinweise:
w3m[7831]: segfault at 0 ip 080a5f93 sp bfa873a0 error 4 in w3m[8048000+7f000]
iwlagn: TX Power requested while scanning!
iwlagn: Radio Frequency Kill Switch is On:
Kill switch must be turned off for wireless networking to work

Segmentfehler sind vermutlich eine böse Sache. Dank den iwlagn Ausgaben kann ich nun vermuten, dass die Meldung “MAC is in a deep sleep” vom WLAN Treiber ausgegeben wurde. Näheres fand ich im Kernel Log (kern.log.0) zur Bootzeit (ca. 14 Sekunden nach Systemstart):
iwlagn: Intel(R) Wireless WiFi Link AGN driver for Linux, 1.3.27ks
iwlagn: 0000:04:00.0: PCI INT A -> GSI 17 (level, low) -> IRQ 17
iwlagn: 0000:04:00.0: setting latency timer to 64
iwlagn: Detected Intel Wireless WiFi Link 4965AGN REV=0x4
iwlagn: Tunable channels: 13 802.11bg, 19 802.11a channels
iwlagn: 0000:04:00.0: irq 2297 for MSI/MSI-X

Und dann später wieder (vermutlich nach dem Login, ca. 284 Sekunden nach dem Booten):
iwlagn: 0000:04:00.0: firmware: requesting iwlwifi-4965-2.ucode
ADDRCONF(NETDEV_UP): wlan0: link is not ready

Über 10 Minuten nach dem Bootvorgang (bei 612 Sekunden) wurde dann das WLAN erkannt und mit dem Access Point verbunden. Das erscheint mir nicht realistisch, denn zu diesem Zeitpunkt müsste ich bereits einige Emails abgerufen haben und mindestens eine Webseite besucht haben. Der erste segfault ist im Kernel Log bei 678 Sekunden, dann 938 Sekunden und nochmals bei 1012 Sekunden eingetragen.

Bei Sekunde 2452 haber ich dann den WLAN-Schalter betätigt, was auch im Kernel Log mit den Meldungen
iwlagn: TX Power requested while scanning!
iwlagn: Radio Frequency Kill Switch is On:
Kill switch must be turned off for wireless networking to work
belegt ist. Der sogenannte “Kill switch” scheint also der hardwareseitige Schalter zum Ein- und Ausschalten des  WLANs zu sein.

Falls irgendjemand was damit anfangen kann, hier ist noch die Ausgabe von hwinfo –wlan:
06: PCI 400.0: 0282 WLAN controller
[Created at pci.314]
UDI: /org/freedesktop/Hal/devices/pci_8086_4230
Unique ID: y9sn.146MqY+fkf3
Parent ID: qTvu._Y5kuEY+GiC
SysFS ID: /devices/pci0000:00/0000:00:1c.1/0000:04:00.0
SysFS BusID: 0000:04:00.0
Hardware Class: network
Model: "Intel Lenovo ThinkPad T61"
Vendor: pci 0x8086 "Intel Corporation"
Device: pci 0x4230 "PRO/Wireless 4965 AG or AGN Network Connection"
SubVendor: pci 0x8086 "Intel Corporation"
SubDevice: pci 0x1111 "Lenovo ThinkPad T61"
Revision: 0x61
Driver: "iwlagn"
Driver Modules: "iwlagn"
Device File: wlan0
Features: WLAN
Memory Range: 0xf8000000-0xf8001fff (rw,non-prefetchable)
IRQ: 2297 (no events)
HW Address: 00:1d:e0:55:0c:bb
Link detected: yes
WLAN channels: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 36 40 44 48
WLAN frequencies: 2.412 2.417 2.422 2.427 2.432 2.437 2.442 2.447 2.452 2.457 2.462 2.467 2.472 5.18 5.2 5.22 5.24
WLAN encryption modes: WEP40 WEP104 TKIP CCMP
WLAN authentication modes: open sharedkey wpa-psk wpa-eap
Module Alias: "pci:v00008086d00004230sv00008086sd00001111bc02sc80i00"
Driver Info #0:
Driver Status: iwlagn is active
Driver Activation Cmd: "modprobe iwlagn"
Config Status: cfg=new, avail=yes, need=no, active=unknown
Attached to: #19 (PCI bridge)

Die Ausgabe von lsmod | grep iwl:
iwlagn 100228 0
iwlcore 93184 1 iwlagn
led_class 12036 1 iwlcore
mac80211 217208 2 iwlagn,iwlcore
cfg80211 38032 3 iwlagn,iwlcore,mac80211

Und die Ausgabe von dmesg | grep iwl:
[ 14.291685] iwlagn: Intel(R) Wireless WiFi Link AGN driver for Linux, 1.3.27ks
[ 14.291688] iwlagn: Copyright(c) 2003-2008 Intel Corporation
[ 14.291758] iwlagn 0000:04:00.0: PCI INT A -> GSI 17 (level, low) -> IRQ 17
[ 14.291766] iwlagn 0000:04:00.0: setting latency timer to 64
[ 14.291841] iwlagn: Detected Intel Wireless WiFi Link 4965AGN REV=0x4
[ 14.330567] iwlagn: Tunable channels: 13 802.11bg, 19 802.11a channels
[ 14.330636] iwlagn 0000:04:00.0: irq 2297 for MSI/MSI-X
[ 14.356955] phy0: Selected rate control algorithm 'iwl-agn-rs'
[ 31.190050] iwlagn 0000:04:00.0: firmware: requesting iwlwifi-4965-2.ucode
[ 32.655080] Registered led device: iwl-phy0:radio
[ 32.655107] Registered led device: iwl-phy0:assoc
[ 32.655131] Registered led device: iwl-phy0:RX
[ 32.655162] Registered led device: iwl-phy0:TX

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Upgrade auf 9.04

Thomas | 29. April 2009

Das Upgrade von Ubuntu 8.10 auf 9.04 auf meinem Laptop schien problemlos zu funktionieren. Die Installation fragte sogar nach weniger Details als beim letzten Upgrade. Doch nach dem Neustart ist es dann passiert: Kernel Panic. Bisher habe ich das bei Ubuntu noch nie vorher gesehen, diesmal war es deutlich: die Taste für Num-Lock blinkte, nichts ging mehr.
Das Ausschalten des Rechners und Wiedereinschalten zeigte: größere Schäden sind zum Glück nicht geblieben. Ich wählte vorsichtshalber eine ältere Version des Kernels aus, da ein Kernel Panic wohl vom Kernel kommen muss… Damit bootete Ubuntu dann auch. Das Booten ging nicht so schnell voran, wie erwartet – schließlich waren bis zu 30% kürzere Bootzeiten angegeben. Da es sich um den ersten richtigen Start handelte, gehe ich mal davon aus, dass Ubuntu die Installation irgendwie noch vervollständigte.
Ich war sicher, dass Ubuntu irgendwo die Ursache des Kernel Panic abspeichern würde. Ein guter Ansatz sind die Logdateien unter /var/log. Darunter speziell das Kernel Log. Hier wurde ich dann auch fündig:

[...946] BUG: unable to handle kernel NULL pointer dereference at 00000000
[...949] IP: [<00000000>] 0x0
[...953] *pde = 00000000
[...956] Oops: 0000 [#1] SMP
[...958] last sysfs file: /sys/devices/LNXSYSTM:00/device:00/PNP0A08:00/device:2e/ACPI0003:00/power_supply/ACAD/online
[...962] Dumping ftrace buffer:
[...964] (ftrace buffer empty)
[...966] Modules linked in: binfmt_misc ppdev bridge stp bnep vboxnetflt vboxdrv
input_polldev joydev sbp2 lp parport snd_hda_intel snd_pcm_oss snd_mixer_oss
snd_pcm arc4 ecb snd_seq_dummy snd_seq_oss snd_seq_midi snd_rawmidi
snd_seq_midi_event iwlagn iwlcore uvcvideo snd_seq snd_timer snd_seq_device
compat_ioctl32 psmouse led_class snd nvidia(P) videodev mac80211 sdhci_pci
soundcore usbhid video pcspkr intel_agp agpgart serio_raw btusb v4l1_compat
sdhci snd_page_alloc iTCO_wdt iTCO_vendor_support cfg80211 output ohci1394
ieee1394 tg3 fbcon tileblit font bitblit softcursor
[...004]
[...007] Pid: 1645, comm: iwlagn/0 Tainted: P (2.6.28-11-generic #42-Ubuntu) 0769BPG
[...010] EIP: 0060:[<00000000>] EFLAGS: 00010292 CPU: 0
[...013] EIP is at 0x0
[...015] EAX: 00000000 EBX: 00000000 ECX: f63b0e80 EDX: f63b0e80
[...017] ESI: f63b0e80 EDI: 00000000 EBP: 00000000 ESP: f5eff188
[...020] DS: 007b ES: 007b FS: 00d8 GS: 0000 SS: 0068
[...022] Process iwlagn/0 (pid: 1645, ti=f5efe000 task=f62bb240 task.ti=f5c1c000)
[...024] Stack:
[...025] 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000
[...030] 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000
[...036] 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000 00000000
[...042] Call Trace:
[...050] Code: Bad EIP value.
[...053] EIP: [<00000000>] 0x0 SS:ESP 0068:f5eff188
[...059] ---[ end trace bd792830be7f893d ]---

Leider sagt mir das gar nichts, außer dass die Werte nicht sonderlich gut aussehen. Alles sieht nach Null-Pointern aus… Wohin müsste ich den Bug berichten?

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Manueller Duplexdruck mit dem MagiColor 2530 DL (reloaded)

admin | 16. April 2009

Wieder einmal darf ich für einen Verein einen Serienbrief drucken, diesmal eine Einladung zum 49. Bestehen des Vereins. Beim letzten Rundbrief hat sich der Drucker immer wieder mit der Fehlermeldung “Media Jam Tray 1″ verabschiedet. Die Zicken ließen sich austreiben, indem man maximal 5 Blatt papier gleichzeitig zuführte.

Heute zeigt sich: das Problem war kein Einzelfall, der Papierstau tritt wieder auf. Gleiches Problem, gleiche Strategie zur Lösung (bzw. zum Workaround – eine Lösung ist es ja nicht). Zunächst erfreute ich mich der Wirkung: Blätter werden im Einzelverfahren bedruckt.

Doch dann die Ernüchterung… Zum “Media Jam Tray 1″ gesellt sich ein weiterer Fehler mit dem Namen “Media Jam Fuser”. Und dieses Problem wiegt doppelt schwer: während Blätter, die in Tray 1 liegen bleiben keinen Schaden nehmen, zerknittern Blätter, die im Fuser steckenbleiben. Entfernen lassen sich die Blätter mit einem vorsichtigen, aber kräftigen Zug am Papier. In meinem Fall sind die Seiten auch vollständig bedruckt, d.h. unter Umständen noch auslieferbar – nicht jedoch für eine wichtige Einladung eines Vereins an den Bürgermeister der Stadt.

Darum sei hier nochmals gewarnt: der MagiColor 2530 DL ist ein Drucker, der nicht für das Drucken von mehr als 20 Seiten am Stück geeignet ist, schon gar nicht im manuellen Duplexbetrieb. Wer in MagiColor investiert verschwendet sein Geld.

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Tonerwechsel beim MagiColor 2530 DL

Thomas | 15. March 2009

Am Tag nach dem Papierstauproblem hatte ich endlich 400 von 600 Seiten gedruckt, da meldete sich der Drucker mit der Meldung “Toner Life End Black”. Druckt man jetzt noch etwas, kommt keine Fehlermeldung – das Dokument scheint einfach weg zu sein. Vielleicht ist es im Druckerspeicher und es würde gedruckt werden, wenn Toner da ist.

Ein Blick auf die Verwaltungsseite des Druckers zeigt 0% für schwarzen Toner, sowie zwei ausstehende Druckjobs. Auf der Webseite erfährt man auch, dass insgesamt erst 831 Seiten gedruckt wurden – reichlich wenig für eine Kartusche Toner. Also muss der Toner getauscht werden – oder betrogen. Mein Bruder hat eine ähnliche Prozedur bereits für den MagiColor 2300 DL gefunden: der Toner ist nämlich nicht unbedingt leer, sondern zeigt das nur an.

Zunächst wähle ich im Menü, dass ich den Toner wechseln möchte (Druck auf Pfeil >), was zum Menü “Replace Toner”  führt. Das bestätige ich mit Ok und gehe mir erst einmal eine Tasse Kaffee holen, während der Drucker “Please wait” anzeigt. Da die Anzeige sich jedoch nie ändert, wird man irgendwann ungeduldig und öffnet den Deckel – siehe da, der schwarze Toner (K) steht zum Austausch bereit.

Jetzt fehlen noch Informationen, wie man neuen Toner “vorgaukelt”. Dazu sucht man zunächst bei Google nach “2530 DL Toner Refill“, denn die Anleitungen zum Auffüllen müssen ja auch berücksichtigen, dass man eine Sicherung tauscht, einen Spiegel verdreht oder einen Chip austauscht.

Gleich die erste Fundstelle sagt “You will need a #00 20mm cross head (Philips) screwdriver to change the chip”. Man braucht also einen Kreuzschlitz-Schraubendreher, um einen Chip auszutauschen. Weitere Recherchen ergeben, dass man die Chips ohne Toner bei Ebay ersteigern kann. Dort erfährt man auch, dass sie sich auf 1500 oder 4500 Seiten programmieren lassen – weit mehr als die 800 Seiten, die ich bisher gedruckt habe.

Der Chip trägt die Aufschrift DSQ8 – 747B1. Sucht man nach DSQ8 erfährt man, dass sich die Chips auch zurücksetzen (reset) lassen. Ich nehme mal an, dass man hierzu die beiden Kontakte auf der Rückseite der Platine (GND und I/O) benutzt, wohingegen der Drucker selbst die drei Kontakte auf der Vorderseite (unbeschriftet) verwendet.

Es handelt sich angeblich um einen 1-Wire EPROM,  der über das 1-Wire Protokoll programmiert werden kann. Die zum Programmieren benötigte Spannung liegt jedoch über 5 Volt, so dass ein einfacher COM-Port nicht ausreicht, sondern zusätzliche Spannungsversorgung notwendig ist. Entsprechende Konverter gibt es z.B. bei Maxim IC. Dort gibt es ebenfalls die passende Software. Möglicherweise muss man die Hardware aber nicht kaufen, sondern kann sie selbst basteln. Weitere Schaltpläne findet man auch in deutscher Sprache. Im Moment habe ich die nötigen Teile nicht da, aber ich glaube, das könnte mal wieder ein kleines Bastelprojekt werden.

Toner am Ende
Anzahl Seiten
Drucker offen
Schwarzer Toner
Chip am Toner
Ausgeschraubt
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Manueller Duplexdruck mit dem MagiColor 2530 DL

Thomas |

Ich kam in die Verlegenheit, einen Serienbrief für einen Verein zu drucken. Es handelte sich um einen 6-seitigen Brief, der in Farbe auf 3 Blätter Papier gedruckt werden soll. Der Minolta MagiColor 2530 DL ist dafür jedoch absolut ungeeignet. Der Druck auf frisches Papier funktionierte noch problemlos. So konnte ich die ungeraden Seiten (1, 3 und 5) noch ohne Schwierigkeiten drucken.

Da der Drucker nicht über eine Duplexeinheit verfügt, muss manuell geduplext werden. Das bedeutet, dass man bereits auf einer Seite bedrucktes Papier wieder in den Drucker legt, um die Rückseite zu bedrucken. Beim MagiColor 2530 DL legt man dazu das Papier mit der bedruckten Seite nach unten in den Drucker.

100 Exemplare sollte ich drucken. Bereits bei der dritten Rückseite stoppte der Drucker jedoch und meinte “Media Jam Tray 1″. Dann fummelt man ein bisschen am Papier rum, versucht es gerade zu biegen und legt es wieder in den Drucker ein. Erster Nachteil: man kann dem Drucker nicht beibringen, dass der Papierstau beseitigt ist. Das geht nur, indem man den Drucker öffnet und wieder schließt.

Das führt dazu, dass der Drucker wieder den Selbsttest durchführt, sich aufwärmt und einige Zeit später wieder druckt – oder auch nicht. Es kann durchaus sein, dass der Drucker sich mit der Meldung “Media Jam Tray 1″ weiter weigert, zu drucken.

Inzwischen ist eine halbe Stunde vergangen und ich habe schon 11 Rückseiten bedruckt. Das sind immerhin 3,6% und hochgerechnet bin ich in nur 14 Stunden fertig mit dem Serienbrief. Man muss es auch positiv sehen: immerhin wurde bisher keine einzige Seite zerknüllt, so dass ich wenigstens noch alle Vorderseiten habe.

Wer vorhat, sich einen MagiColor 2530 DL zu kaufen, dem sei hiermit abgeraten.

Media Jam
Papierzufuhr
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Speichermedien im Vergleich

admin | 2. January 2009

Heute hatte ich zufällig eine Reihe Speichermedien in der Hand, die ich alle auf ordnungsgemäße Funktion testen sollte. Dazu nahm ich das Tool h2testw von Heise zu Hilfe. Da das Programm auch die Datentransferraten angibt, möchte ich diese weitergeben. Das Testfeld ist natürlich nicht besonders ausgewählt. Es befinden sich sehr ungleiche Medien im Test: Compact Flash Karten, eine SDHC Karte, zwei MP3 Player und einige USB Sticks, die meisten neueren Datums. CF und SD Karten wurden mit einem Hama USB 2 Kartenleser beschrieben, der für gerade einmal 6 Euro sehr gute Arbeit leistet.

Schon beim Kauf fällt auf, dass die meisten Hersteller gar keine Geschwindigkeitsangaben machen. Bei zwei der drei neu gekauften Sticks mit Geschwindigkeitsangabe lag die tatsächliche Transferrate unter der angegebenen, beim dritten jedoch deutlich über der Angabe. Die teureren Sticks warten oft auch noch mit Zusatzfeatures wie Verschlüsselung (AES) oder U3-Funktionalität auf.

Emtec 8 GB Flash Drive: der mit 16 Euro mittelmäßig günstige Stick ist sehr klobig und bleibt hinter den Erwartungen zurück. Es ist von 28 MB/s lesend die Rede, tatsächlich habe ich nur 23 MB/s gemessen. Beim Schreiben verhielt es sich ähnlich: nur 8,5 MB/s statt 10 MB/s brachte der Stick zustande. Ansonsten bietet der Stick außer einer Klavierlackoberfläche keine Besonderheiten.

SanDisk 8 GB Ultra Cruizer Titanium: der einzige Stick, der hielt was er versprach: 9 MB/s waren angegeben, 13 MB/s konnte der Stick tatsächlich schreiben. Auch beim Lesen übertraf er sich: 23 MB/s statt der angegebenen 15 MB/s konnte ich messen. Für 22 Euro kann man ihn im Mediamarkt erwerben.

Verbatim 4 GB Store ‘n’ Go: Die angegebene Leserate von 200x (30 MB/s) konnte nicht bestätigt werden – nur 22 MB/s waren nachzuweisen. Auch beim Schreiben wollte er 80x schaffen (12 MB/s), wovon nur 10 MB/s tatsächlich geschrieben wurden. Ob das Einfahren des USB-Anschlusses sich später als Sollbruchstelle erweist kann im Moment noch nicht gesagt werden. Ob die AES Verschlüsselung tatsächlich wirksam ist kann ich nicht entscheiden. Das klärt vielleicht wieder einmal das c’t Magazin. Für 20 Euro gibt es diesen Stick.

SanDisk 8 GB Cruzer Micro: der Überraschungskandidat hatte keine Angaben zu Geschwindigkeit und war für 10 Euro der billigste USB Stick im Markt. Dennoch konnte eine ordentliche Datenrate von 9 MB/s beim Schreiben und 21 MB/s beim Lesen ermittelt werden. Mein Geheimtipp für Leute mit schmalem Geldbeutel und ohne besondere Anforderungen.

Intenso 2 GB: Der schon etwas ältere Stick kriecht mit 2 MB/s beim Schreiben unglaublich langsam voran. Auch die 8 MB/s beim Schreiben sind schon fast nicht mehr zeitgemäß.

Transcend 8 GB MP3 Player: dieser Player macht dem Intenso Konkurrenz: nur 1,2 MB/s kann der Player schreiben. Da dauert eine Komplettfüllung 1 Stunde und 40 Minuten – das ist unaushaltbar. Dass der Player mit 7,5 MB Lesen kann ist kein Trost: lesen muss ja hauptsächlich der Stick beim Abspielen.

Yamada 256 MB MP3 Player: dass dieser Player nur 0,4 MB/s schreiben kann ist kein Wunder: das ältere USB 1.1 Gerät war wohl nicht für viel mehr ausgelegt. Beim Lesen ist der Stick doppelt so schnell: 0,8 MB/s liefert er dann.

Kingston 512 MB Compact Flash: Diese Karte dient in meiner Minolta Dimage A2 zum Aufnehmen von Bildern. Offenbar reichen dort 1,3 MB/s beim Schreiben aus.

SanDisk 8 GB Extreme III Compact Flash: die neue CF Karte macht vor, was heute geht: 11 MB/s beim Schreiben und 17 MB/s beim Lesen taugen für 2,5 Aufnahmen pro Sekunde in einer 10 Megapixel Kamera.

SanDisk 8 GB Extreme III SHDC: Mit 14 MB/s sowie 17 MB/s war dies die schnellste Karte (schreibend) im Test.

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SanDisk 8 GB Extreme III CF
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