Umstieg auf Ubuntu

Windows erfolgreich durch Ubuntu ersetzen.
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Verschlüsselte Emails

Thomas | 6. January 2009

Im Menü unter Anwendungen/Zubehör befindet sich das Programm “Passwörter und Verschlüsselung”. Mit diesem ist es recht einfach, einen neuen Schlüssel zu erzeugen. Bei der Vergabe des Passworts sollte man darauf achten, dass es länger als 8 Zeichen ist (besser 12 oder mehr) und Sonderzeichen enthält. Sonderzeichen sind noch wichtiger als Großbuchstaben. Das kann man z.B. daran erkennen, dass selbst das BKA solche Passwörter nicht knacken kann.

Sonderzeichen lassen sich in diversen Merksätzen integrieren. Aus einem Satz wie “Mit Paragraphen kenne ich mich nicht aus!” wird so “M§kimna!”, was schon einmal acht wunderbare Zeichen für ein Passwort abgibt. Das kann man dann am Ende mit einfachen Dingen aufwerten, z.B. “…Ubuntu” für den Ubuntu-Login und “…Windows” für den Windows-Login.

Im Internet (z.B. bei Anmeldung für Webseiten) sollte man diesen Anfang jedoch nicht benutzen. Wer weiß, ob das Passwort dort nicht unverschlüsselt abgelegt wird. Es empfiehlt sich daher, für das Internet einen anderen Merkspruch zu verwenden, z.B. “Im Internet kann man schnell viele Dollar verlieren!”, was zu “IIkmsv$v!” wird. Falls mal ein Internet-Passwort auffliegen sollte, sind wenigstens die lokalen Passwörter noch sicher.

Die Länge des Schlüssels kann man in den erweiterten Optionen auf 4096 Bits hochsetzen. Schaden kann es nicht. Das Erstellen des Schlüssels dauert einmalig eine ganze Weile. Ist der Schlüssel erstellt, kann man beim Schreiben einer Email angeben, ob sie verschlüsselt und/oder signiert werden soll. Typischerweise sollte man beides aktivieren, um volles Vertrauen für eine Email zu schaffen. Das Menü dafür liegt ganz rechts und nennt sich “Sicherheit”.

Damit jemand anders auch verschlüsselte Emails verschicken kann, muss man den öffentlichen Schlüssel veröffentlichen.  Das geschieht wieder mit dem Tool “Passwörter und Verschlüsselung”. Man wählt den Schlüssel aus und mit einem Rechtsklick öffnet man das Kontextmenü und wählt “Synchronisiere und veröffentliche Schlüssel…”. In meinem Fall hat der Server keyserver.pgp.com den Schlüssel mit einer Fehlermeldung abgeleht. Die Veröffentlichung auf pgp.mit.edu war jedoch erfolgreich.

Im gleichen Fenster kann man auch fremde Schlüssel suchen. Hier finde ich z.B. meine damaligen Schlüssel aus dem Jahr 2000 bzw. 2001. Ich benutze diese Schlüssel schon lange nicht mehr. Weder weiß ich, wo der private Schlüssel dazu sein könnte, noch kann ich mich an das Passwort erinnern. Ich frage mich, wie man wohl Schlüssel wieder zurückziehen kann…

Signiert
Verschlüsselt
Verschlüsselt und signiert
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Tastenkombinationen optimieren

admin | 1. January 2009

Ich hatte mich unter Windows bereits an die Benutzung der Windows-Taste gewöhnt. Windows+D zur Anzeige des Desktops und andere Kleinigkeiten habe ich nun versucht unter Ubuntu nachzubasteln.

Zunächst wird unter Ubuntu die Windows-Taste wie eine richtige Taste behandelt und nicht wie eine Modifizierer-Taste (wie z.B. Shift oder Strg). Das lässt sich jedoch System/Einstellungen/Tastatur ändern. Dort wählt man “Other Options” (Ubuntu 8.10) bzw. “Belegungseinstellungen” (Ubuntu 8.04). Dort öffnet man die Ansicht “Alt/Win key behaviour” und wählt “Hyper is mapped to the Win-Keys”.

Jetzt kann man unter System/Einstellungen/Tastenkombinationen Tasttenkombinationen vergeben und dabei die Windows-Taste verwenden. Wenn man das ohne die vorherige Änderung durchführt erscheint schon beim Druck auf die Windows-Taste der Eintrag “Super L” und die Festlegung ist schon beendet. Ist “Hyper” aktiv wartet Ubuntu auf den Druck einer zusätzlichen Taste, so dass Tastenkombinationen verwendet werden können.

Auf diese Weise lassen sich schon einmal folgende Tastenkombinationen aktivieren, die unter Windows standardmäßig so belegt sind:
Desktop anzeigen (Win+D) = Fenstermanagement / Alle Fenster verbergen und den Desktop fokussieren
Ausführen (Win+R) = Desktop / Den “Anwendung ausführen” Dialog des Panels anzeigen
Bildschirm sperren (Win+L) = Desktop / Bildschirm sperren
Explorer (Win+E) = Desktop / Persönlicher Ordner
Suchen (Win+F) = Desktop / Suchen

Jetzt gibt es an meinem Lenovo 3000 N200 noch Fn-Tastenkombinationen, die zwar unter Windows etwas bewegen, unter Ubuntu jedoch nichts tun. Das ist zum Beispiel die Fn+F5 Taste, die unter Windows eine Auswahl von WLAN Access Points anzeigt. Eine Analyse mittels sudo showkey von einem reinen Textterminal (z.B. Strg+Alt+F1) zeigt, dass diese Taste den Keycode 238 hat. Ob weiterführend diesem Keycode ein X Event zugeordnet ist erfährt man mit xev (X event tester). Es sollte von einer Konsole gestartet werden, damit man die Ausgabe sehen kann. Dort erfährt man, dass das Event XF86WLAN heißt.

Diese Taste möchte ich zum Leben erwecken. Zunächst möchte ich mit dieser Taste das Ethernet (LAN) abschalten. Dazu öffne ich den Konfigurationseditor gconf-editor und setze folgende Einstellungen:
/apps/metacity/keybinding_commands/command_1 = sudo ifconfig eth0 down
/apps/metacity/global_keybindings/run_command_1 = XF86WLAN
Das gibt Ubuntu zu verstehen, dass beim Auftreten des X Events XF86WLAN, welches beim Druck der Taste Fn+F5 ausgelöst wird, das Kommando sudo ifconfig eth0 down ausgeführt werden soll.

Jetzt benötigt dieser Aufruf leider ein Passwort, so dass das Kommando nicht erfolgreich ausgeführt werden kann, wenn die Taste gedrückt wird. Da muss man noch ein bisschen Nacharbeit leisten: mit dem Gruppenmanager (System/Systemverwaltung/Benutzer und Gruppen) oder alternativ auf der Konsole mit sudo nano /etc/group erstellt man eine eigene Gruppe für die Tastatur, z.B. mit dem Namen specialkeyuser. Dieser Gruppe fügt man den Benutzer hinzu, der diese Tastenkombination ausführen können soll. Spätestens jetzt muss man aber wieder einmal die Konsole bemühen, um mit sudo nano /etc/sudoers einen Eintrag zu erstellen, der der Gruppe specialkeyuser das Recht einräumt, sudo für ifconfig aufzurufen, ohne das Passwort einzugeben. Der Eintrag dafür lautet %specialkeyuser ALL=(ALL) NOPASSWD: /sbin/ifconfig.

Jetzt kann ich mit Fn+F5 den Ethernet-Adapter abschalten. Nur einschalten nicht… Dazu braucht man ein kleines Skript, welches den Adapterstatus prüft und abhänging davon den Netzwerkadapter ein- bzw. ausschält. Das könnte z.B. so aussehen:
#!/bin/bash
if [ `ifconfig | grep eth0 | wc -l` = "1" ]; then
sudo ifconfig eth0 down
else
sudo ifconfig eth0 up
fi

Zunächst wird mit ifconfig der Status aller Netzwerkkarten ausgegeben. Dann wird mit grep nach der Netzwerkkarte eth0 gesucht. Mit wc -l werden die übrig gebliebenen Zeilen gezählt. Ist die Anzahl 1, ist der Adapter gerade aktiv und muss beendet werden. Ist die Anzahl Zeilen 0, ist der Adapter nicht aktiv und muss gestartet werden. Das Skript habe ich unter dem Namen network.sh in meinem Home-Verzeichnis abgelegt mit mit chmod +x ausführbar gemacht. Zu guter letzt muss ich anstelle des bisherigen Eintrags mein kleines Skript ablegen:
/apps/metacity/keybinding_commands/command_1 = /home/user/network.sh

Hyper Key
Tastatureinstellungen
X Event Tester

Randbemerkungen:
Das Shell-Skript ist vermutlich nicht sonderlich robust. Vergibt man beispielsweise mehrere IP-Adressen pro Netzwerkadapter, so gibt es den Anschluss eth0 mehrfach und das Skript würde das Zählen von Zeilen nicht mehr richtig machen. Für ein einfaches Laptop ohne Serverbetrieb sollte das Skript aber ausreichen.

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It works! – Apache, PHP, Kerberos und AFS (Teil 1)

admin | 9. December 2008

“It works!” steht da in großen Lettern, wenn ich die Webseite des Ubuntu Servers aufrufe. Für ein Software-Projekt möchte ich mit Kerberos experimentieren. Da ich eine PHP-Seite entwerfen soll, bei der sich Kerberos-Clients anmelden können sollen, brauche ich ein Kerberos-Plugin für PHP.

Das lässt sich beim Apache Webserver mit dem Befehl sudo apt-get install libapache-mod-auth-kerb erledigen. Dabei wird notfalls krb5-config und libapache2-mod-auth-kerb mitinstalliert. Ein beherztes sudo /etc/init.d/apache2 restart aktiviert die neu installierten Module. Der Webserver sagt weiterhin “It works!”, aber die Frage ist, was er mit “it” meint. Sicherlich funktioniert Apache noch, aber wer weiß, ob Kerberos jetzt funktioniert?

Zunächst hat mein Server ein Problem mit der IP-Adresse. Er kann keinen Servernamen finden und verwendet den Loopback-Adapter 127.0.1.1 als Default. Den Servernamen kann man mittels sudo nano /etc/apache2/httpd.conf angeben. Danach verschwinden die Warnungen. Man verwendet vielleicht den am besten gleichen Namen wie in /etc/hostname angegeben.

Die angezeigte Seite, die “It works!” ausgibt, ist lediglich eine statische HTML-Seite. Das beweist noch nicht einmal, ob PHP überhaupt funktioniert. Eine einfache Datei /var/www/phpinfo.php mit dem Inhalt <? phpinfo(); ?> gibt eine Informationsseite aus. Irgendwo gibt es einen Abschnitt namens “Loaded Modules”, der die installierten Module auflistet. Dort taucht nach der Installation ein mod_auth_kerb auf, was auf eine erfolgreiche Installation des Kerberos Moduls hindeutet. Jetzt fragt sich natürlich, wie man Kerberos vernünftig benutzt.

Die Bibliothek PEAR scheint der richtige Ansatz zu sein. PEAR bringt eine Klasse Auth mit, mit welcher sich Kerberos Authentifizierungen durchführen lassen. PEAR ist bei Ubuntu 8.10 Server nicht standardmäßig dabei, lässt sich aber über ein einfaches sudo apt-get install php-pear nachrüsten.

Mein kleines PHP-Kerberos-Testscript funktioniert leider nicht. Die Funktion require_once(”Auth.php”); beschwert sich, dass Auth.php nicht aufzufinden ist. Eine Durchsuchung der Festplatte zeigt: die Datei Auth.php existiert lediglich im Verzeichnis /usr/share/php/PEAR/Command. Dieses Verzeichnis ist aber nicht Bestandteil des Include-Pfades von PHP. Eine kurze Recherche sagt mir, dass man die Bestandteile von PEAR einzeln installieren muss. In diesem Fall also sudo pear install Auth. Jetzt erscheint eine neue Fehlermeldung: “Cannot use Kerberos V authentication, KADM5 extension not loaded!”

Leider funktioniert sudo apt-get install php-kadm5 nicht. Ein sudo apt-get install krb5-admin-server bringt jedoch neue Erkenntnisse: vermutlich habe ich jetzt einen Kerberos Server installiert, der mir früher oder später nützlich sein wird, wenn ich mich tatsächlich irgendwo anmelden möchte.

Für heute muss ich meine Untersuchungen abbrechen. Ich bin schon deutlich schlauer und meinem Kerberos-AFS Projekt einen Schritt näher. Am Ende soll übrigens eine Überprüfung von AFS-Freigaben entstehen. Der User kann per Weboberfläche Berechtigungen festlegen, deren Einhaltung per Cron-Job überprüft wird.

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Navigation mit OpenStreetMap

admin | 31. October 2008

Wer OpenStreetMap unter Ubuntu zur Navigation verwenden möchte, kann die Software navit installieren. Leider kennt Ubuntu dies weder als Anwendung, noch als Synaptic Paket. Eine neue Paketquelle schafft Abhilfe.

Beim Aktualisieren fehlt ein GPG Schlüssel, macht aber nix. Jetzt sollte die Suche nach navit ein Paket finden, das man installieren kann. Nach der Installation findet man Navit im Zubehör Menü.

Zu diesem Zeitpunkt hat man leider kein Kartenmaterial installiert, daher sucht man die Seite OpenStreetMap Quicklinks auf. Es stehen mehrere Karten zur Auswahl, die Deutschland-Karte belegt ca. 180 MB. Die heruntergeladene Datei legt man in einem beliebigen Ordner ab und benennt sie sinnvoll um.

Derzeit muss man die Konfiguration noch von Hand anpassen. Dafür eignet sich ein Terminal in welchem man sudo nano /etc/navit/navit.xml aufruft. Man sucht dort eine Zeile, die <mapset enabled=”yes”> enthält, entfernt die Kommentierung (<!– und –>) und ersetzt die innere Zeile <map type=”binfile” enabled=”yes” data=”/path/to/mymap.bin” />. Mehrere Karten sollten durch mehrere MAP-Einträge möglich sein.

Seine Homezone trägt man in die Zeile  <navit center=”4815 N 0843 E” …> ein. Ansonsten kann man die Position (Start) und das Ziel über die rechte Maustaste setzen.

Die Karten werden jeweils samstags neu erstellt.

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Nintendo Wii unter Ubuntu

Thomas | 28. March 2008

Aufgrund eines herrlichen Videobeitrags von Johnny Chung Lee habe ich mir zunächst einen Wii Controller ausgeliehen und einige Experimente unter Windows durchgeführt. Ich bin tatsächlich so weit, dass ich Johnny Lees Whiteboard-Anwendung zusammen mit meinem Beamer zum Laufen gebracht habe.

Inzwischen habe ich mir zwei Wii Controller gekauft. Unter Windows möchte ich damit erreichen, dass das Whiteboard von allen Positionen aus gleich gut bedient werden kann. Da man der Wii unter Umständen körperlich den Blick versperrt, soll die zweite Wii, die an einem anderen Punkt aufgestellt wird, diese Beschränkung aufheben.

Dann hat mich natürlich auch interessiert, ob die Wii unter Ubuntu ebenfalls funktioniert.

Hardware:
1* Fujitsu Siemens Bluetooth V2.0 USB Stick
2* Nintendo Wii Remote Controller
1* Selbst gebastelte Infrarot LED, hergestellt aus einer LED Leuchte aus dem Real Markt

Stellar LED Taschenlampe aus dem real,- Markt

Die weiße LED sollte dabei möglichst in Kopfnähe abgeschnitten werden, so dass ein Großteil der Beine übrigbleibt. Außerdem sollte man sich merken, wo die flache Seite der LED ist, damit man hinterher die Infrarot-LED wieder korrekt einbauen kann.
LED mit Arbeitsanweisung

Und noch einmal eine Art “Explosionsansicht”:

Umgebaute Taschenlampe

Software:
Ubuntu Bluetooth Manager
WMGUI (Wiimote GUI Interface)

Das Ganze hat auf Anhieb funktioniert. Die beiden Controller wurden anstandslos erkannt.

Zwei Wii Controller unter Ubuntu

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Evolution Fehlermeldungen

Thomas | 27. January 2008

Ich habe Evolution konfiguriert, dass es von mehreren IMAP Konten Emails abholt. In unregelmäßigen Abständen erscheint die Fehlermeldung “Fehler bei ‘Ordner wird aufgefrischt’” und weiter “Server-Verbindung unerwartet getrennt: Connection reset by peer”. Gleichzeitig kann ich jedoch keine Fehlfunktion feststellen. Evolution funktioniert gut, soweit ich das beurteilen kann. Im Prinzip wäre mir schon geholfen, wenn die Fehlermeldung einfach nicht angezeigt wird.

Das ganze ist relativ nervig, denn beim Bestätigen der Meldung fällt der Fokus zurück zu Evolution und ich muss zunächst wieder zu meiner Anwendung schalten, mit der ich zuletzt gearbeitet habe.

Ich glaube nicht, dass es am Anbieter des IMAP Postfaches liegt. Der Anbieter ist 1&1. Ich hatte dort eigentlich noch nie Probleme.

Update:

Seit dem Update auf Version 8.04 tritt das Problem nicht mehr auf.

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Sound abstellen

Thomas |

Ich habe unter Ubuntu auf meinem Laptop (ggf. auch auf dem PC – ich habs dort noch nicht ausprobiert) das Problem, dass sich der Sound nicht zuverlässig ausschalten lässt.

Reproduzieren lässt sich dies sehr einfach mit einem Spiel.
1. Ubuntu starten, Ton des Master-Reglers auf stumm stellen plus Lautstärke auf Null.
2. Ein Spiel starten, z.B. Frozen Bubble 2.
Problem: das Spiel läuft mit Sound.
Wie kann ich den Sound tatsächlich ausschalten? Wenn ich den Master-Regler ausschalte, erwarte ich, dass mein Laptop keinen einzigen Mucks von sich gibt.

Ein weiteres Problem tritt auf, wenn beim Laptop der Sound mit den Sondertasten verändert werden soll.
Reproduzieren:
1. Ich drücke auf meinem Laptop die FN-Taste und das Symbol für Lautsprecher ein/ausschalten bzw. für die Laustärke.
2. Es erscheint ein kleines Fenster auf dem Bildschirm, das den Status anzeigt, d.h. ein Lautsprecher (ein/aus) und ein Fortschrittsbalken für die Lautstärke.
Problem: Der Inhalt des kleinen Fensters stimmt nicht mit dem Inhalt im Statusbereich überein. Wie stelle ich Ubuntu ein, dass der Status des kleinen Fensters (Drücken der FN-Taste) mit dem Status im Statusbereich übereinstimmt?

Insgesamt halte ich die beiden Probleme zusammen für ein großes Akzeptanzproblem. Unter Windows funktioniert das einwandfrei. Ich persönlich bleibe natürlich bei Ubuntu, aber für einen skeptischen Umsteiger dürfte das ein gefundenes Fressen sein, um die Argumentation “Unter Linux funktioniert alles nicht so wie es soll” zu untermauern.

Update 4. April 2008

Nach dem Kommentar von Flo habe ich mich doch noch einmal mit dem Sound unter Ubuntu beschäftigt. Dabei ist mir erst einmal aufgefallen, dass ich meines Wissens zwar nur eine Hardware installiert habe (nämlich für die Lautsprecher am PC), die Lautstärkeregelung jedoch in zwei unterschiedlichen Mixern erfolgt.

Wenn ich das Symbol für Lautstärkeregelung unter Ubuntu doppelklicke, erscheinen mehrere Regler. Im Menü “Datei” gibt es den Eintrag “Gerät wechseln”. Dort kann ich wählen, ob ich die Regler von “Intel 82801DB-ICH4 (Alsa mixer)” oder “VIA Technologies VIA1612A (OSS mixer)” sehen möchte.

Wenn ich z.B. das Spiel “Frozen Bubbles” starte, lassen sich die Auswirkungen der Regler gut beobachten. Um den Ton komplett auszuschalten muss ich die beiden Regler “Master” und “Master Mono” des Intel-Alsa-Mixers auf Null setzen. Nur einen der beiden Regler zu bedienen bringt keinen Erfolg. Dadurch verändert sich lediglich irgendeine räumliche Komponente. Alternativ kann ich den PCM-Kanal abregeln (das dürfte aber dann keine Auswirkung globale Auswirkung haben, so dass z.B. MIDI weiterhin abgespielt wird).

Betätige ich die FN-Tasten des Laptops, erfolgt weder eine Veränderung im Intel Mixer, noch im Via Mixer. Alles bleibt unverändert. Sollten die Tasten lediglich falsch zugeordnet sein, kann man diese übrigens unter System/Einstellungen/Tastenkombinationen korrigieren. Das ist aber nicht mein Problem, denn das eingeblendete Statusfenster entspricht ja eigentlich dem, was ich erreichen möchte.

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MPCs abspielen

admin | 7. January 2008

In meiner Musiksammlung finden sich noch einige Lieder aus einer Zeit, als ich noch nicht in Ogg-Vorbis konvertiert habe. Damals war ich ein Fan von MPC. Ubuntu kann leider MPC Dateien nicht von selbst abspielen, so dass man hier in bisschen nachhelfen muss. Wichtig zu wissen ist hier, dass MPC und Musepack zusammengehören. Falls man nach Codecs sucht (z.B. für XMMS), hilft Musepack vielleicht weiter als MPC.

Totem jedenfalls von selbst einen Codec gefunden, mit dem sich MPCs auch abspielen lassen sollten. Allerdings hat das nicht funktioniert. Nachdem ich dann auch den Codec für XMMS installiert hatte, wollte ich es damit noch einmal probieren. Leider auch ohne Erfolg.

Per Zufall habe ich bemerkt, dass sich manche MPCs abspielen lassen, andere jedoch nicht. Die Frage war also nur: warum? Irgendwann sind mir die Unterschiede aufgefallen: ein MPC lässt sich abspielen, wenn es sich auf einem lokalen Datenträger (ETX3) befindet. Es lässt sich aber nicht abspielen, wenn es sich auf einem Netzwerklaufwerk (SMB) befindet.

Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich weiß auch noch nicht, wie man das beheben kann.

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Ubuntu und Windows-Freigaben

admin | 5. January 2008

Da ich seit neuestem ein NAS (Network Attached Storage) besitze und dieses Dateien als Windows-Freigabe bereitstellt, sollte natürlich auch Ubuntu auf diese Freigaben zugreifen können. Das Dateisystem ist SMB und ich habe mich erinnert, dass es dazu Samba auf der Linux-Seite gibt. Ich habe als fröhlich Samba installiert und mich gewundert, warum ich einfach nichts zu sehen bekam.

Fehler 1: Zusätzliche Samba-Pakete installieren

Im Prinzip hätte ich gar keine zusätzlichen Samba-Pakete installieren müssen, denn Ubuntu bringt eine einfache Dateifreigabe bereits mit. Diese nennt sich “Freigegebene Ordner” und man findet sie im System-Menü. Ich habe dies auf einem anderen Rechner bemerkt, der auf die Windows-Freigaben sofort zugreifen konnte, ohne dass ich irgendwelche zusätzlichen Dienste installiert habe.

Nun hat mich doch interessiert, warum der erste Rechner (auf dem ich Samba installiert habe) nicht aufs Netzwerk zugreifen kann. Ein Blick in die Konfigurationsdatei /etc/samba/smb.conf deckte das Problem auf. Eingetragen war Samba für das Netzwerk 192.168.0.*, mein Netzwerk hat aber Adressen im Bereich 192.168.2.*

Ich habe die relevanten Einträge korrigiert und siehe da: mein Rechner kann auf das Netzwerk zugreifen.

Fehler 2: Firewalls

Auf meinem Laptop habe ich ebenfalls zusätzliche Samba Pakete installiert. Dort musste ich auch die Konfigurationsdatei von Hand anpassen. Allerdings war noch immer keine Freigabe zu sehen. Erst nach einiger nerviger Sucherei habe ich festgestellt, dass hier die Firewall “Firestarter” den Netzwerkverkehr blockierte. Das Einrichten einer Freigaberegel für SMB behob das Problem, so dass inzwischen alle PCs wie erwünscht auf die Freigaben des NAS zugreifen können.

Und die Moral von der Geschichte? Der Nutzer ist mal wieder schuld. Hätte ich weder Samba noch Firestarter installiert, hätte ich die Freigaben von Anfang an gesehen.

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Doppelte oder fehlerhafte Tastatureinstellungen

Thomas | 29. December 2007

In letzter Zeit kam es schon öfter vor, dass mich Ubuntu immer wieder auf inkonsistente Tastatur-Einstellungen aufmerksam macht. Das nervige dabei ist, dass es sich die Einstellungen trotz Bestätigung nicht merkt.

Die Fehlermeldung lautet “Die Einstellungen der X-Systemtastatur weichen von Ihren momentanen GNOME-Tastatureinstellungen ab.”, gefolgt von den gefundenen Einstellungen. Traurig dabei ist, dass aus dem Text nicht hervorgeht, welche Einstellungen zu X-Windows und welche zu Gnome gehören. Bisher bin ich jedoch mit der Schaltfläche “Gnome-Einstellungen verwenden” ganz gut gefahren.

Nachfrage der zu verwendenden Tastatureinstellungen

Dennoch ist dieser Dialog natürlich lästig und sollte nicht erscheinen. Abhilfe schafft der gconf-editor, den man vom Terminal aus starten kann oder aber vom Deskbar Applet aus.

gconf-editor vom Deskbar Applet aus starten

Dort stellt man dann im Zweig desktop\gnome\peripherals\keyboard\kbd.sysbackup die Tastatur-Einstellungen wieder auf die korrekten Werte ein. Für eine deutsche Tastatur sind dies “[de]” und “pc105″, wie im Screenshot gezeigt.

Tastatur-Einstellungen auf deutsche Werte ändern

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