Umstieg auf Ubuntu

Windows erfolgreich durch Ubuntu ersetzen.
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Konsole anpassen

Thomas | 8. August 2010

Aus vergangenen DOS- und FreeBSD-Zeiten habe ich mir einige Kommandos angewöhnt, die unter Ubuntu nicht verfügbar sind. So tippe ich häufig Kommandos, die dann nicht verfügbar sind, so dass ich erst im zweiten Anlauf die gewünschte Ausgabe erhalte. Ändern lässt sich das recht einfach mit einem Alias. Hier meine persönliche Alias-Liste:
alias md='mkdir'
alias rd='rmdir'
alias deltree='rm -r'
alias move='mv'
alias copy='cp'
alias ren='mv'
alias del='rm'
alias ll='ls -l'
alias cd..='cd ..'
alias cd...='cd ../..'

Damit die Aliase dauerhaft verfügbar sind, müssen sie in der Datei ~/.bashrc abgelegt werden. Dort findet man bereits einige Aliase, die jedoch auskommentiert sind.

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Ubuntu 10.4 mit verspätetem Aprilscherz

Thomas | 28. June 2010

Jedes halbe Jahr steht bei mir die Aktualisierung von Ubuntu an, in diesem Fall also die Aktualisierung von Ubuntu 9.10 auf 10.4. Zuvor erstelle ich mir ein Backup meines Home-Verzeichnisses, in der Hoffnung, dass nur dort meine persönlichen Daten abgespeichert sind.

Im Prinzip läuft Ubuntu bei mir stabil, so dass ich kaum Wünsche an neue Ubuntu-Versionen habe – von der mangelhaften deutschen Übersetzung mal abgesehen. Da ich aber Englisch verstehe, habe ich mich auch daran gewöhnt.

Die Installation verlief soweit recht gnädig, die Anzahl schwer zu beantwortender Fragen hielt sich in Grenzen. Lediglich einmal meinte das neue Ubuntu, ich hätte manuell eine Konfigurationsdatei erstellt. Nachdem ich mir die Unterschiede anzeigen ließ, stellte ich fest, dass sowohl die alte Datei als auch die neue Datei leer waren. Immerhin fiel es mir so leicht, die Entscheidung zu treffen, welche Variante ich denn gern beibehalten möchte.

Noch während der Installation zeigten sich seltsame Effekte: das Hintergrundbild verschwand und ist auch nach dem Neustart nicht wieder aufgetaucht. Zudem verabschiedete sich temporär das Firefox Icon, welches im Gegensatz zum Hintergrundbild nach Abschluss der Installation jedoch wieder auftauchte.

Ebenfalls gewundert hat mich die Meldung über nicht länger von Canonical unterstützte Programme. Auf der Liste standen Abiword, Bluetooth, XSane und GNumeric. Während mir GNumeric aufgrund seiner Art zu rechnen noch relativ egal ist, möchte ich auf Bluetooth eigentlich nicht verzichten. Auch Scannen ist mir nicht ganz schnuppe. Der Neustart zeigt jedoch: das Bluetooth Symbol befindet sich nach wie vor im “System Tray”. Offensichtlich wurde das Paket mit dem Namen Bluetooth durch ein Paket mit dem Namen Gnome-Bluetooth ersetzt. Bei XSane verhält es sich ähnlich: das Scanner-Backend (Sane) ist geblieben, es wurde lediglich die grafische Oberfläche davon ausgetauscht und ist jetzt unter dem Namen “Simple Scan” zu finden.

Wie schon mehrfach zuvor, wurde der Anmeldebildschirm wieder einmal überarbeitet. Auch einige Logos wurden farblich angepasst: sie haben jetzt einen für mich unangenehmen violetten Farbton. Manchmal frage ich mich schon, ob es nicht wichtigere Dinge gibt, die in ein neues Ubuntu Release gehören. Ganz offensichtlich die übelste Spielerei ist natürlich, die Buttons zum Minimieren, Maximieren und Schließen der Fenster zu entfernen – ach nein, die befinden sich ja nur auf der anderen Seite (links) der Titelleiste. Ehrlich: diese Idee ist ein deutlich verspäteter Aprilscherz des 4er-Releases. Jemand wie ich, der schon seit 16 Jahren Windows und seit 3 Jahren Ubuntu bedient und gewohnt ist, dass die Icons auf der rechten Seite sind, dürfte sich an dieser Stelle nahezu von Ubuntu wieder verabschieden. Ehemalige Mac-User dürften sich jedoch positiv überrascht zeigen.

Meine erste Reaktion ist also, die Einstellungen für das Erscheinungsbild aufzusuchen, wo ich hoffentlich die Position der Buttons wieder korrigieren kann. Hier jedoch Ernüchterung: laut Vorschau sollten die Buttons im “Human” Theme auf der rechten Seite sein. Auch das Einstellen eines anderen Themes bringt keine Abhilfe – vielleicht ein erneuter Neustart? Leider nicht. Eine Google-Suche zeigt mir Screenshots von Ubuntu 10.4, welche die Buttons auf der rechten Seite haben. Offenbar stellt das also nicht den neuen Defaultfall dar.

Nun gut, wenn es bequem nicht geht, muss eben die Kommandozeile mal wieder dran glauben: zur Änderung der Position startet man die Anwendung gconf-editor. Im Baum unter apps/metacity/general findet man die Einstellung für die Buttons. Links vom Doppelpunkt die Buttons auf der linken Seite, rechts die anderen. Eine Windows-ähnliche Konfiguration wäre also menu:minimize,maximize,close. Die Änderung wird sofort wirksam, mein Ubuntu sieht wieder fast normal aus. Fast normal bedeutet, dass mein Evolution-Icon verschwunden ist. Evolution selbst ist jedoch noch da, also lege ich mir meine Verknüpfung wieder an.Schade eigentlich, dass die von mir konfigurierten Schnellstart-Symbole bei einem Upgrade nicht einfach erhalten bleiben können.

Was ist sonst noch passiert? Nun, der Startup-Prozess zeigt bei mir keine grafische Fortschrittsanzeige mehr an. Zunächst sitze ich 36 Sekunden vor einem schwarzen Bildschirm, während die Festplatte am rödeln ist. Dann erscheint für wenige Sekundenbruchteile die Anzeige, bevor daraus der Anmeldebildschirm wird. Die für Ubuntu 7.10 beschriebene Vorgehensweise zur Änderung des Splash screens funktioniert leider nicht mehr, denn USplash wurde in Ubuntu 10.4 durch Plymouth ersetzt. Bei mir funktionierte die Konsolenoperation sudo nano /boot/grub/menu.lst zum Editieren der Konfigurationsdatei und das Ersetzen von quiet durch nomodeset, die in einigen Foren beschrieben wurde, leider nicht.

Das liegt wohl an meiner Nvidia Grafikkarte. Auf den proprietären Treiber möchte ich nicht gerade verzichten. Also folgte ich dieser Anleitung, um meinen Bootbildschirm wenigstens anzeigen zu lassen. Schön ist zwar anders, aber immer noch besser als 36 Sekunden vor einem schwarzen Bildschirm zu sitzen. Mit 8 Farben sieht es aber einfach schlecht aus (ja, ich habe 24 Bit eingestellt).

Hintergrund
Evolution fehlt
Thema
Konfiguration
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Boot screen, Plymouth
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WLAN weg nach Aktualisierung von 9.04 auf 9.10

Thomas | 7. May 2010

Ich hatte hier noch einen Rechner, bei dem ich davon ausging, dass er auf Ubuntu 8.04 mit Long Term Support läuft. Diesen wollte ich nun direkt auf 10.04 aktualisieren. Leider stellte sich heraus, dass doch schon Ubuntu 8.10 installiert war, so dass ich also nun dreimal ein Update durchführen musste. Das Update von 8.10 auf 9.04 erfolgte problemlos, nach dem Update von 9.04 auf 9.10 war jedoch das WLAN nicht mehr verfügbar, was mich irgendwie am Update auf 10.04 hindert.

Ein Blick in das Hardwaretreiber-Programm zeigt jedoch, dass der proprietäre Treiber für die Broadcom Karte aktiviert ist. Ein Blick auf die Liste der PCI-Geräte bestätigt: der Treiber sollte auch zur Hardware passen.
lspci | grep Network
0c:00.0 Network controller: Broadcom Corporation BCM4312 802.11b/g (rev 01)

Ein nächster Blick in die WLAN Eigenschaften zeigte, dass dort ein Hashcode oder ähnliches im Passwortfeld eingetragen war, nicht aber das von mir verwendete Passwort zur Sicherung des WLAN Zugangs. Ein Austausch brachte leider keine Verbesserung.
Eine andere Fehlerquelle könnte laut Ubuntu Wiki ein geladenes Modul ndiswrapper sein. Ein
lsmod | grep ndis

brachte jedoch keine Ausgabe, so dass dies nicht der Fall ist. Auch die Module ssb, b43 und b44 sind nicht geladen.

Da ich keine andere Idee mehr hatte, habe ich ein Netzwerkkabel angesteckt, den proprietären Treiber entfernt und danach wieder aktiviert. Jetzt ist die WLAN-Verbindung wieder verfügbar.

Hardware Treiber
Passwort

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Hash, Modul, Passwort, WLAN
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Windows 7 vs. Ubuntu 9.10 (Teil 2)

Thomas | 30. January 2010

Nachdem ich in Teil 1 dieser Artikelserie Windows 7 nicht installiert bekommen habe, probiere ich nun die Alternative: Ubuntu 9.10 64 Bit.

Ubuntu 9.10 64 Bit

Wie bei Windows 7 starte ich auch bei Ubuntu 9.10 mit einem RAID 1 aus zwei SATA Platten zu je 750 GB. Wähle ich den Punkt “Ubuntu installieren”, so blinkt für mehrere Minuten ein Cursor im Textmodus und nichts passiert.  Das gleiche passiert, wenn ich “Ubuntu ausprobieren” auswähle, also von der Live-CD booten möchte. Offenbar ist meine Hardware so exotisch, dass weder Windows noch Ubuntu sie erkennt. Das Board ist ein ASRock Alive XFire eSATA 2.

Wie auch bei Windows 7 verzichte ich also auf das RAID. Die Platte kann ich auch anders noch gut gebrauchen. Doch auch bei deaktiviertem RAID-Modus will Ubuntu 9.10 einfach nicht booten. Verzweifelt wie ich bin, versuche ich den Inhalt der CD mittels der eingebauten Prüfmethode zu verifizieren, doch nicht einmal das klappt.

Glücklicherweise hat das Board wenigstens einen echten IDE-Anschluss, so dass ich das SATA DVD-Laufwerk durch ein IDE DVD-Laufwerk ersetze. Nachdem auch dies scheitert, fange ich ganz vorne an: das heruntergeladene ISO Image von Ubuntu hat die richtige MD5 Checksumme. Die CD hat die gleiche MD5 Summe. Das ist schon einmal sehr erfreulich.

Da bei Windows 7 der ATI Treiber die Grafikkarte nicht unterstützte, probiere ich auch bei Ubuntu den abgesicherten Grafikmodus – leider ohne Erfolg.

Zwischenfazit

Windows 7 gewinnt knapp vor Ubuntu 9.10. Mit beiden Betriebssystemen gelang es mir nicht, eine Installation durchzuführen. So eine Pleite habe ich die letzten 10 Jahre nicht mehr erlebt. Selbst der Austausch von Hardware (Verzicht auf RAID sowie IDE statt SATA) führte nicht zum Erfolg.

Nachtrag

Während ich diesen Artikel schreibe passiert das Unmögliche: Ein weißes Ubuntu-Logo erscheint auf dem Bildschirm. Da ich meinen Augen nicht traue und natürlich wissen möchte, wie viel Zeit zwischen dem blinkenden Cursor und dem Ubuntu-Logo vergehen, starte ich den Rechner neu und nehme die Stoppuhr in die Hand. Genau 4 Minuten und 3 Sekunden braucht das Ubuntu 9.10, um das Logo anzuzeigen. Spätere Tests ergeben: das klappt sogar von SATA DVD.

Von IDE DVD schafft Ubuntu es sogar ins Live-System, erkennt dann aber die Festplatten nicht, obwohl der RAID-Modus bereits ausgeschaltet ist. Da kam Windows 7 schon etwas weiter.

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Windows 7 vs. Ubuntu 9.10 (Teil 1)

Thomas |

Ab und zu muss man die aktuell verfügbaren Betriebssysteme vergleichen. Als Vista-Ablehner bin ich natürlich gespannt auf dessen Nachfolger, Windows 7.  Da ich parallel auch mit Ubuntu 9.10 Server rumspiele, habe ich eine recht gut (zumindest die beste im Haus) ausgestattete Hardware zur Verfügung. Der Dual-Core PC ist mit 5,2 GB RAM ausgestattet, wovon unter Windows 32-Bit nur 3 GB so richtig nutzbar sind. Aus diesem Grund treten hier also die 64-Bit Versionen gegeneinander an.

Der erste Unterschied ist offensichtlich: Ubuntu 9.10 ist kostenlos aus dem Internet herunterladbar. Die knapp 700 MB große ISO Datei kann man dann selbst auf eine CD oder DVD brennen, was unprofessionell aussieht. Für 81 Euro mehr bekommt man bei Windows 7 einen hübschen DVD-Datenträger, der mit knapp 3 GB befüllt ist. Allerdings bekommt man im Ubuntu-Shop einen 5er-Pack CDs auch für 5,85 € zzgl. Versandkosten. Wer es also professionell aussehen lassen will hat auch beu Ubuntu die Möglichkeit dazu. Schade, dass es Ubuntu nicht auch auf DVD gibt, denn typischerweise geht eine DVD-Installation schneller vonstatten.

Ok, mit Masse (hier: an Daten) statt Klasse oder professionellem Aussehen lässt sich nichts gewinnen, mal sehen, wie sich die Betriebssysteme schlagen.

Windows 7 Home Premium 64 Bit

Da so neu und so unbekannt, war der Reiz natürlich groß, mit Windows 7 anzufangen. Ich habe mich gezielt für eine Windows 7 Home Premium entschieden, da ich viele Funktionen der höheren Editionen nicht benötige. Den XP-Modus brauche ich nicht unbedingt, außerdem lässt sich mit XP-Modus der Virtual PC 2007 nicht mehr installieren. Der einzige Wehmutstropfen: ich kann Windows 7 nicht in eine VHD Datei installieren.

Der erste Versuch Windows 7 zu installieren scheiterte kläglich: Windows 7 erkennt den RAID-Controller nicht und findet somit keine Festplatte, auf die es sich installieren möchte. Natürlich gibt es die Möglichkeit, Treiber von Diskette zu laden, aber der Server hat kein Diskettenlaufwerk. Da ich nicht gleich das Windows Automated Installation Kit (rev. 2010-01-30) verwenden wollte, um die Treiber auf die DVD zu integrieren, schaltete ich das RAID-1 einfach ab.

Jetzt war eine Installation möglich, die auch ohne größere Nachfragen unproblematisch durchgeführt werden konnte. Beim Neustart dann allerdings die nächste Hürde: Windows 7 stürzt mit einem Bluescreen ab. Da ich nicht wusste, an was es liegen kann und der Bluescreen nicht lange genug angezeigt wurde, habe ich vorsichtshalber mit der Ubuntu CD einen Speichertest durchgeführt – ohne Erfolg.

Später stellte ich fest, dass der ATI-Treiber den Bluescreen verursachte.  Also begann ich mit dem Download der 1,6 GB großen ISO Datei für die Treiberintegration. Irgendwie schafft Microsoft es nicht richtig, kleine praktische Tools zur Verfügung zu stellen. Doch auch hier schaue ich in die Röhre: das WAIK (so die Kurzform) benötigt Windows Server 2003 SP1, Windows Vista SP 1, Windows 7 oder Windows Server 2008 R2. Woher soll ich denn so ein Betriebssystem nehmen – speziell Windows 7 bekomme ich ja gerade nicht installiert? Mit meinem Windows XP komme ich offensichtlich nicht weiter.

Seit etwa 3 Wochen liegt die gutaussehende Windows 7 DVD nutzlos hier rum. Da das Mainboard lediglich über PCI-Express-Slots verfügt und ich nur eine Sorte PCI-Express Grafikkarten habe, kann ich auch an der Hardware-Ausstattung nichts grundlegendes mehr ändern. Irgendwie ärgert mich das, denn ich hätte erwartet, dass Windows 7 mit moderner Hardware wie RAID und PCI Express besser umzugehen weiß. Das  Board ist übrigens ein ASRock Alive XFire eSATA 2.

Windows 7
Ubuntu 9.10
Automatisiert
Da so neu und so unbekannt, war der Reiz natürlich groß, mit Windows 7 anzufangen. Ich habe mich gezielt für eine Windows 7 Home Premium entschieden, da ich viele Funktionen der höheren Editionen nicht benötige. Den XP-Modus brauche ich nicht unbedingt, außerdem lässt sich mit XP-Modus der Virtual PC 2007 nicht mehr installieren. Der einzige Wehmutstropfen: ich kann Windows 7 nicht in eine VHD Datei installieren.
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Upgrade nach Ubuntu 9.10

Thomas | 8. November 2009

Ein halbes Jahr ist vorüber und Ubuntu 9.10 wurde wie erwartet zur Verfügung gestellt. Mistrauisch wie ich bin, habe ich wie immer ein Backup erstellt. Eigentlich eine gute Sache, denn so habe ich wenigstens einen festen Rhythmus, in dem ich Backups erstelle. Ob das Release nun Karmic Koala heißt oder nicht, ist mir völlig schnuppe, ebenso ob sich der Boot-Screen jetzt wieder geändert hat, oder gleich geblieben ist.
Wichtig sind mir andere Dinge: das Update muss problemlos installiert werden können, installierte Anwendungen müssen weiterhin laufen und hoffentlich sind ein paar Bugs behoben oder es wurde irgendwo die Performance gesteigert. Nun, wurden meine Erwartungen erfüllt?
Zunächst meldet das Update, dass es die Paketquellen von Drittanbietern deaktiviert hat und dass ich diese nach der Installation wieder aktivieren kann. Schade eigentlich, dass es die Paketquellen nicht selbst wieder aktiviert. Die zweite Meldung besagte auf meinem System, dass der Support für einige Anwendungen eingestellt wurde, ich aber immer noch Support von der Community erhalten könnte. Die Anwendungen würden im nächsten Schritt gelöscht, wenn ich nicht “Universe” aktiviert hätte. Schade eigentlich, dass es an diesem Punkt noch nicht feststellen konnte, dass ich “Universe” aktiviert habe, dann hätte ich die Meldung gar nicht gezeigt bekommen müssen.
Um ca. 14 Uhr startete die Installation und sagte eine Dauer von 1 Stunde 30 Minuten voraus. Nach dem Download von 500 Dateien war die Prognose dann jedoch schon bei 2 Stunden. Offenbar kommt auch kein Downloadmanager zum Einsatz, der parallel mehrere Dateien herunterlädt. Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum die Downloadrate immer wieder einbricht. Da kam mir der Besuch gerade Recht, um die Zeit zu überbrücken.
Nach dem Download wieder eine Nachfrage, welche die Installation ins Stocken brachte. Eine dreiviertel Stunde später die nächste. So kommt der Installations-Prozess immer wieder zum Erliegen, die Installation verschleppt sich über mehrere Stunden. Das macht Windows inzwischen besser: die Installation verläuft ohne weitere Nachfragen, die Einrichtung und Konfiguration erfolgt zum Schluss.
Abgesehen davon lässt sich die Installation nur von Experten erledigen – auch wenn ein Laie Ubuntu bedienen kann. Ich stelle mir immer wieder vor, meine Lebenspartnerin hätte das Update durchgeführt. Wie oft hätte sie wohl angerufen, um Ubuntu zu aktualisieren?
Nicht nur beim Download, auch bei der Installation könnte Ubuntu parallelisieren. Es ist gut zu erkennen, dass nur ein Prozessor ausgelastet ist. Ich nehme an, dass sich von einander unabhängige Pakete auch parallel installieren lassen.
Dann kam das typische Sorgenkind: Virtualbox. Mehrfach taucht die Fehlermeldung auf, dass es sich um ein Problem in der Anwendung handelt, die das D-Bus System verwendet. Im Moment kann ich nicht sagen, ob die Installation geklappt hat, jedenfalls musste ich nicht manuell eingreifen.
Wenig später räumt Ubuntu auf: 193 Pakete können gelöscht werden, was angeblich mehrere Stunden in Anspruch nehmen soll. Diese Schätzung stellte sich als extrem pessimistisch heraus, als nach fünf Minuten diese Operation schon beendet war.

Beim Neustart der erste Schock: alles ist schwarz-weiß. Das rot-orange-gelbe Ubuntu Logo glimmt in weiß vor sich hin, aber offensichtlich soll das so sein. Natürlich ist auch mein schöner Anmeldebildschirm weg, ersetzt vom Standard-Ubuntu Anmeldeschirm. Dass der Bildschirm beim Start weniger flackern soll, wie in c’t 24/2009 beschrieben, kann ich nicht nachvollziehen. Mindestens 4 Mal habe ich ein Flackern bemerkt.
Außerdem ist die Installation zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen: ich werde freundlich darauf hingewiesen, dass die Sprachunterstützung noch nicht vollständig ist. Um das nachzuholen brauche ich drei Mausklicks und die Eingabe des Passworts. Warum wurde das nicht schon während der eigentlichen Installation erledigt, frage ich mich.
Ansonsten sieht man dem neuen Ubuntu die Änderungen an. Es ist trist geworden im neuen Ubuntu. Der Hintergrund ist nicht mehr so fröhlich sandig-bunt wie früher und die aufhellenden orangen Titelleisten wurden durch braun ersetzt. Die Icons im System-Tray sind flach und grau und sehen ein bisschen nach Windows Vista aus. Glücklicherweise lässt sich das Erscheinungsbild auf den bisherigen Standard zurücksetzen.
Ein kurzer Rundumblick: Evolution funktioniert noch. Da sich in meinem Spam-Ordner bereits 6500 Emails angesammelt hatten, führte ich eine Lösch-Orgie wie damals durch und mit dem gleichen Ergebnis. Während des Löschvorgangs ist Evolution nicht bedienbar, mindestens eine CPU 100% ausgelastet, manchmal beide.
Auffällig sind die Änderungen im neuen Software-Center. Die Beschreibungen vieler Programme sind nur auf Englisch verfügbar und nach wie vor fehlt die Möglichkeit, bereits installierte Programme auszublenden. Die Bewertung von anderen Benutzern (Sterne) gibt es auch nicht mehr, oder?

Ich vergleiche mal mit dem Artikel aus c’t 24/2009. Schneller booten mit Upstart: mag sein, dass es ein paar Sekündchen weniger lang gedauert hat. Diese Sekunden verliert ein Anwender locker wieder, wenn er nicht besonders gut Englisch kann und die nicht übersetzten Programme bedienen muss.
Neue Software: auch hier ist alles beim Alten. OpenOffice von Sun erfordert für einen Bugreport über das Hilfe-Menü eine Registrierung, sendet allerhand Daten und der Empfänger ist nicht Sun sondern das Canonical Launchpad. Wo Sun draufsteht ist also Canonical drin. Wer meint, er könne über die Bug-Report-Webseite von Sun Fehler melden, irrt sich gewaltig.
Palimpsest: ja, nett, sieht gut aus, brauche ich aber nicht. Seit Installation von Ubuntu 7.10 habe ich die Festplattenaufteilung nicht geändert und ich hab auch nicht vor, das zu tun.
Ubuntu One: Ich kann nicht nachvollziehen, wer seine Daten immer im Internet speichern will. Jedenfalls springt Canonical hier wohl auch auf. Ich finde, meine Daten sind im Internet nicht sonderlich gut aufgehoben. Immer und überall wird von Daten- und Identitätsklau berichtet…
Aktueller Kernel: der dürfte interessant sein, wenn dadurch wirklich Suspend To RAM oder Suspend To Disk funktionieren. Auch die vorübergehenden Flacker-Effekte im laufenden Betrieb (nicht während des Bootens, s.o.) könnten vielleicht aufhören.

Ich weiß, dass bei Ubuntu Brainstorm viele Leute ihre Meinung geäußert haben. Natürlich in Englisch. Und dennoch haben viele gefordert, dass die Übersetzung besser wird. Davon ist nicht viel zu spüren – ähnlich übrigens wie bei Windows XP 64 Bit, das selbst nach Installation der Sprachpakete den Internet Explorer in Englisch anzeigt.

Was meine Erwartungen angeht: das Update ließ sich installieren, ein unbedarfter Nutzer benötigt aber Hilfe. Die installierten Anwendungen funktionieren noch, sogar Moneyplex, welches beim Umstieg auf 9.04 einige Probleme bereitete. Sowohl Suspend To Disk als auch Suspend To RAM funktionieren bei mir gut. Ich bin zufrieden.

Rosarot
Englisch
Erscheinungsbild
Palimpsest
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Und ewig dauert das Backup

Thomas |

Vor dem geplanten Update von Ubuntu 9.04 auf Ubuntu 9.10 fertige ich traditionell ein Backup an. Ich erinnere mich kaum mehr, wie ich es beim letzten Update gemacht habe. Auf jeden Fall kopiere ich immer das gesamte Home-Verzeichnis. Die Programme und Einstellungen sind mir nicht so wichtig.
So habe ich also eine USB-Festplatte angeschlossen. Beim Anschließen erscheint ein Icon auf dem Desktop, welches ich in einem “Explorer” öffne, während ich den Home-Ordner in einem anderen Ordner öffne. Dann ziehe ich den Home-Ordner auf die USB Festplatte – fertig ist das Backup.
Nach etwa drei Stunden wunderte ich mich doch etwas – wo kommen die vielen Daten her, die da gesichert werden? Die wenigen Dokumente, die ich erstelle, müssten in kürzester Zeit kopiert sein.
Ein Blick aufs Home-Verzeichnis zeigt: gerade einmal 2 GB müssen gesichert werden. Das kann keine Stunden dauern. Plötzlich leuchtet es mir ein: das Home-Verzeichnis beinhaltet den Desktop, der Desktop hat eine Verknüpfung zur USB Festplatte und die USB Festplatte enthält natürlich weit mehr als 2 GB Daten.
Siehe da: sobald ich den Desktop von der Kopieraktion ausschließe, ist die Aktion unter zehn Minuten abgeschlossen.

USB-Platte
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Eine defekte Festplatte richtig löschen

admin | 8. July 2009

Will man eine Festplatte mit sensiblen Daten richtig entsorgen, so sollte man den Inhalt wenigstens einmal komplett überschreiben. Das Neuformatieren unter Windows ist beispielsweise nicht ausreichend. Entsprechende Programm können aus dem restlichen Inhalt die meisten Daten wieder herstellen.

Das Löschen einer Festplatte ist unter Ubuntu vergleichsweise einfach. Es gibt dort eine Datei, die unendlich viele Nullen enthält. Diese Datei (/dev/zero) liest man und schreibt sie auf Festplatte. Das ganze geht mit dem Befehl dd. Zunächst ermittelt man aber die richtige Zielfestplatte, nicht dass man plötzlich das System verliert. Die Festplattenbelegung ermittelt man mit fdisk.

fdisk -l | grep /dev

Die Ausgabe listet die Festplatten mit ihrer Größe. In den meisten Fällen reicht das aus, um eine Festplatte zu identifizieren. Im weiteren Beispiel verwende ich /dev/sdx als Festplatte. Dies muss natürlich durch den korrekten Pfad ersetzt werden. Das Löschen erfolgt dann mit

dd if=/dev/zero of=/dev/sdx

Alternativ kann die Platte auch mit Zufallszahlen (if=/dev/urandom) beschrieben werden. Ganz paranoide Gesellen versuchen vielleicht sogar beides hintereinander.

Das funktioniert ganz gut, solange die Festplatte in Ordnung ist und keine Fehler beim Schreiben auftreten. In manchen Fällen möchte man jedoch eine Festplatte gerade deshalb von sensiblen Daten befreien, weil sie defekt ist und Lese- oder Schreibfehler verursacht. Wie die Datenrettung durchgeführt wird, sei mal nicht Bestandteil dieses Artikels. Ich gehe von einem entsprechenden Backup aus, welches auf einer frischen Platte zum Einsatz kommt.

Der Befehl dd kennt noch eine Option namens conv.  Hier kann man noerror angeben. In der Hilfe steht jedoch, dass Lesefehler ignoriert werden. Ob das auch auf Schreibfehler angewandt wird, ist unklar.

Wer weiß Bescheid, wie man so viele Sektoren wie möglich einer defekten Festplatte beschreibt?

In meinem Fall hat conv=noerror geholfen. Möglicherweise hat aber beim ersten Versuch auch die Fehlerkorrektur der Festplatte eingesetzt und der defekte Block wurde durch einen fehlerfreien Ersatzblock ersetzt.

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Update Marathon: 8.04 auf 9.04 aktualisieren

admin | 29. May 2009

Ich hatte hier noch einen Rechner, der mit der Long-Term-Support Version 8.04 von Ubuntu ausgestattet war. Der Rechner wurde inzwischen durch einen Laptop ersetzt. Die Datenmigration hatte ich bereits vorgenommen. Der Rechner soll nun weitervermittelt werden. Dafür möchte ich Ubuntu 9.04 aufspielen.

Zuvor dachte ich mir: probier doch mal aus, wie sich ein Update von Ubuntu über zwei Versionen hinweg gestaltet.

Gedacht, getan: in den Optionen habe ich aktiviert, dass  die Versionsaktualisierungen angezeigt werden sollen, dann habe ich die Aktualisierungsverwaltung gestartet. Diese bot jedoch nur Version 8.10 als nächste Version an. Nach einem Download von ca. 2 Stunden (DSL 2000) ging die Installation los. Spät nachts (gegen 0:30 Uhr) hatte ich dann keine Lust mehr und habe den Rechner über Nacht weiterinstallieren lassen.

Dummerweise erschien zwischendurch eine Nachfrage zum Überschreiben einer Konfigurationsdatei, die die weitere Installation blockierte – ungeschickt. Hier wäre vielleicht ein Timeout angebracht, der nach einer gewissen Zeit, die Default-Antwort auswählt, eine Sicherungskopie der alten Datei anlegt und den Benutzer in einer Art Zusammenfassung informiert, was er noch tun muss.

Nach dieser Aktion war Ubuntu 8.10 dann jedoch auch komplett aktuell. Weitere Sicherheitsaktualisierungen mussten nicht mehr eingespielt werden.

Am Tag darauf wiederholte ich das Spiel für Ubuntu 9.04. Der Download dauerte diesmal 1 1/2 Stunden, die Installation zog sich dann aber wieder mehrere Stunden hin. Und wieder erschien eine Abfrage zum Ersetzen oder Beibehalten einer Datei. Also gab es noch keine Verbesserungen in dieser Hinsicht.

Jetzt wo der Rechner auf dem aktuellen Stand ist, werde ich ihn wohl komplett löschen und eine jungfräuliche Ubuntu 9.04 Installation aufsetzen. Schließlich will ich nicht riskieren, dass irgendwo persönliche Daten übrig geblieben sind. Der Upgrade-Marathon war ja auch nur ein Test, um zu wissen, wie ein solches mehrstufiges Upgrade abläuft.

Schön wäre sicherlich auch gewesen, direkt von 8.04 auf 9.04 zu aktualisieren. Na ja: Ubuntu hat auch noch seine Verbesserungsmöglichkeiten.

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Verschicken/Abrufen deaktiviert

admin | 27. May 2009

Während des Abrufens von Emails ist ein “MAC is in a deep sleep” Problem aufgetreten, wodurch ich den Rechner neustarten musste, während Evolution noch lief. Nach dem Neustart konnte Evolution zwar wieder gestartet werden, jedoch ist seither der Button “Verschicken/Abrufen” deaktiviert. Weiterhin konnte ich zwar Emails öffnen, aber der Inhalt war nicht vorhanden. Die Fehlermeldung hier “Inhalt der Nachricht konnte nicht abgerufen werden”. Und das obwohl ich eine Internetverbindung hatte.

Der Fehler war aber leicht gefunden: im Datei-Menü den Online-Modus aktivieren, schon klappte es wieder. Möglicherweise wurde in den Offline-Modus gewechselt, als ich die WLAN-Verbindung hardwareseitig abgeschaltet habe.

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